Wettbewerbskommission büsst St. Galler City-Garage

ST. GALLEN. Die Wettbewerbskommission (Weko) büsst vier Schweizer VW-Händler mit Pauschalsanktionen von 10 000 bis 320 000 Franken. Darunter ist mit der City-Garage auch eine St. Galler Firma. Den Autogaragen werden Preisabsprachen angelastet.

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ST. GALLEN. Die Wettbewerbskommission (Weko) büsst vier Schweizer VW-Händler mit Pauschalsanktionen von 10 000 bis 320 000 Franken. Darunter ist mit der City-Garage auch eine St. Galler Firma. Den Autogaragen werden Preisabsprachen angelastet. Diese fanden im März 2013 an regionalen Stammtischen des Verbandes der Partner des VW-Konzerns (VPVW) statt. An den Treffen haben die vier Händler City-Garage, Asag Auto-Service, Autoweibel und Garage Gautschi zusammen mit der Importeurin Amag die maximalen Rabatte festgelegt, die den Kunden beim Kauf eines Neuwagens gewährt werden dürfen. Zudem wurde die Höhe der Ablieferungspauschale festgelegt. Diese wird beim Kauf eines jeden Neuwagens fällig und umfasst alle Kosten für das Bereitstellen und die Einlösung eines Fahrzeuges.

Das Treiben der Autohändler währte aber nur kurz. Aufgrund einer Selbstanzeige der Amag eröffnete die Weko bereits am 22. Mai 2013 eine Untersuchung gegen die involvierten Händler. Am 8. August 2014 einigte sich die Weko mit der Amag einvernehmlich. Diese kam dank der Selbstanzeige ohne Busse davon, wie der stellvertretende Weko-Direktor Patrik Ducrey sagt. Nicht so die vier involvierten Autogaragen. Wie hoch die Busse für jede einzelne Garage ist, legt die Weko nicht offen, sondern nur die Bandbreite.

Preisabsprachen seien volkswirtschaftlich besonders schädlich und daher ein schwerer Verstoss gegen das Kartellgesetz, begründet die Weko die Sanktionen. Bei deren Bemessung sei aber berücksichtigt worden, dass die Preisabsprachen nur kurze Zeit in Kraft waren. (sda/dwa)