Werkschliessung
Arbonia zügelt Heizkörperproduktion – gut 100 Arbeitsplätze werden gestrichen

Der Arboner Gebäudezulieferer Arbonia schliesst ein Werk in Tubbergen in den Niederlanden. Das dürfte den Abbau von 100 Stellen zur Folge haben.

Stefan Borkert
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Arbonia schliesst das Werk in Tubbergen.

Arbonia schliesst das Werk in Tubbergen.

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Arbonia strafft weiter die Produktion und setzt ganz auf Automation und Digitalisierung der Prozesse. Der Konzern hat angekündigt, dass das Werk im niederländischen Tubbergen geschlossen werde. Das Werk gehört zur Arbonia-Tochter Vasco. Damit fallen der Produktionsverlagerung 107 Arbeitsplätze zum Opfer, heisst es auf dem örtlichen Newsportal «Tubbergen.Nieuws.nl».

Arbonia schreibt in einem Communiqué, dass die Division Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) die Konsolidierung ihres Fertigungsvolumens von Flachheizkörpern an ihren hochautomatisierten Standorten vorantreibe. Dazu gehöre nun die Schliessung des Werkes in Tubbergen. Die Division HLK plant demnach, die Fertigungskapazitäten des niederländischen Vasco-Produktionsstandorts Tubbergen bis Ende 2022 in ihren hochautomatisierten Werken im deutschen Plattling und polnischen Legnica zu bündeln.

Bei Arbonia in Arbon wird am Ausbau und der Stabilisierung der Marktführerschaft in Europa gearbeitet.

Bei Arbonia in Arbon wird am Ausbau und der Stabilisierung der Marktführerschaft in Europa gearbeitet.

PD

Die beabsichtigte Produktionsverlagerung und daraus resultierende Schliessung des Werks könnte bis Ende 2022 einen Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen am Standort Tubbergen mit sich ziehen, bestätigt Arbonia. Diese Massnahme sei dem Betriebsrat zur Beratung vorgelegt worden. Gleichzeitig würden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen, unter anderem zur Erstellung eines Sozialplans. Die Flachheizkörperfertigung für die europäischen Märkte werde zukünftig im Kompetenzzentrum in Deutschland zusammengefasst. Die Arbonia rechnet mit Einmalkosten aufgrund der Schliessung von einem hohen einstelligen Millionenbetrag, die dem Jahresergebnis 2021 belastet werden.

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