Weniger Reka-Buchungen wegen starken Frankens

BERN. Die Schweizer Reisekasse (Reka) spürt die Aufhebung des Euromindestkurses. Die Zahl der Buchungen bis Ende 2015 liege trotz neuer Ferienanlagen im Angebot um etwa 10% unter dem Vorjahresstand, schreibt die Genossenschaft im Geschäftsbericht 2014.

Drucken
Teilen

BERN. Die Schweizer Reisekasse (Reka) spürt die Aufhebung des Euromindestkurses. Die Zahl der Buchungen bis Ende 2015 liege trotz neuer Ferienanlagen im Angebot um etwa 10% unter dem Vorjahresstand, schreibt die Genossenschaft im Geschäftsbericht 2014.

Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) werde die Nachfrage nach Ferien in der Schweiz massgeblich beeinflussen, je nachdem, wie sich der Wechselkurs einpendle, hält die Reka fest. Auch bei Reka-Geld entwickle sich der Verkauf nach der Aufhebung des Euromindestkurses schleppend. Das ursprünglich für 2015 erwartete Wachstum des Reka-Geld-Verkaufsvolumens und die weitere Erholung im Geschäftsfeld Reka-Ferien dürften daher nicht eintreffen, schreibt die Genossenschaft.

Weil parallel dazu das Zinsniveau für festverzinsliche Schweizer Anleihen rekordtief bleibe und tendenziell weiter- sinke, stünden auch die für Reka wichtigen Finanzanlagenerträge aus Reka-Geld im Umlauf weiter unter Druck. Vergangenes Jahr hat die Reka mit ihren Zahlungsmitteln einen Rekordumsatz von rund 679 Mio. Fr. erzielt. Der Ertrag der Genossenschaft sank aber, belastet von der Feriensparte, von 75,4 Mio. Fr. im Vorjahr auf 74,4 Mio. Fr., wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Zusammen mit höheren Erträgen aus Finanzanlagen stieg das Betriebsergebnis von 3,9 Mio. auf 6,2 Mio. Fr. an. (sda)

Aktuelle Nachrichten