Weniger Aufträge für Huber + Suhner

HERISAU. Nach einem starken ersten Halbjahr 2013 ist beim Kabelhersteller Huber + Suhner der Auftragseingang im dritten Quartal deutlich zurückgegangen. Gründe waren ein starker Einbruch der Nachfrage von 10 Prozent im Solarmarkt in den Sommermonaten sowie auslaufende Grossprojekte im nordamerikanischen Kommunikationsmarkt.

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Bei Huber + Suhner werden auch Glasfaserkabel produziert. (Bild: Ralph Ribi)

Bei Huber + Suhner werden auch Glasfaserkabel produziert. (Bild: Ralph Ribi)

Staatliche Budgetkürzungen hätten die Auftragslage in den Teilmärkten Raumfahrt und Wehrtechnik zusätzlich gedrückt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Gruppe ist in der elektronischen und optischen Verbindungstechnik tätig. In den ersten neun Monaten betrug der Auftragsvolumen insgesamt 505,7 Mio. Fr. und damit 13 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Nettoumsatz stieg von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 13 Prozent auf 562,9 Mio. Franken. Dieses Plus ist allerdings vor dem Hintergrund eines sehr schwachen ersten Halbjahres 2012 zu sehen.

Nachfrage in China neu erstarkt
Besonders im Geschäftsbereich der Fiberoptik stieg der Umsatz mit 38 Prozent markant an, hauptsächlich dank LTE-Mobilfunknetz-Projekten in Nordamerika, wie es im Communiqué heisst. Im Bahn− und Automobilmarkt entwickelte sich der Umsatz stabil − nicht zuletzt dank einer wiederbelebten Nachfrage in China.

Vorsichtiger Ausblick
Mit den vorgelegten Zahlen hat die Gruppe mit Sitz in Herisau die Erwartungen von Marktbeobachtern nicht erfüllen können. Besonders beim Auftragseingang wurden die Erwartungen enttäuscht. Beim Ausblick für das Gesamtjahr 2013 zeigt sich Huber + Suhner nach dem auftragsschwachen dritten Quartal etwas vorsichtiger. Das Umsatzwachstumsziel von 5 Prozent werde voraussichtlich nicht erreicht, heisst es.

Allerdings geht das Unternehmen davon aus, dass sich der Auftragseingang im vierten Quartal verbessern wird. Etwa im Segment Fiberoptik, wo die Auftragslage in den ersten neun Monaten um 23 Prozent einbrach, ziehe die Nachfrage in den USA, in Europa und in Asien-Pazifik wieder an. (SDA-ATS/tu/km)