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Weg mit der rosa Brille

Börsenspiegel
Caroline Hilb Paraskevopoulos Leiterin Anlagestrategie St. Galler Kantonalbank

Anfang Februar zeigte sich das Börsengeschehen unberechenbar. Am 5. Februar schlossen die Aktienmärkte mit einem saftigen Minus von über 4 Prozent. Seither konnten sich die Finanzmärkte wieder etwas stabilisieren und es ist wieder «Alltag» eingekehrt.

Aber Wachsamkeit bleibt angezeigt und die rosa Brille gehört definitiv weggelegt. Denn schon länger monieren Investoren, dass die «Hausse reif» sei.

Kleine Ursache, grosse Wirkung

Was das bedeutet, offenbarten die Kursverluste von Anfang ­Februar: Weder die starke Bewegung der Zinsen noch die guten US-Arbeitsmarktdaten waren ­besonders überraschend oder stark. Aber beides hat gereicht, um den globalen Aktienmarkt in Aufruhr zu versetzen. Dass eine kleine Ursache an den Aktienmärkten eine unverhältnismässig grosse Auswirkung hat, ist der erste Indikator für «reife Märkte».

Zweiter Indikator ist die Dauer der sinkenden Aktiennotierungen. In reifen Märkten ist der Ausverkauf zwar heftig, aber vergleichsweise schnell vorbei. Drittens fällt auf, dass die Schwäche am Aktienmarkt nur eine geringe Ansteckungsgefahr für andere Märkte besitzt. So hat die Ausverkaufsstimmung im Februar nur den Aktienmarkt erfasst. Die Kreditmärkte beispielsweise blieben entspannt und die Kreditrisikoprämien stiegen nicht an. ­Hätten wir einen sogenannten Bärenmarkt, der durch eine Abschwächung der Konjunkturentwicklung verursacht wird, würden auch die Kapitalmärkte mit deutlichen Risikoaufschlägen ­reagieren.

Die Kapitalmarktteilnehmer würden in einem solchen Szenario von einer Zunahme der Zahlungsausfälle ausgehen. Aber ­weder sie noch wir erwarten eine Rezession und deshalb auch keinen Bärenmarkt.

Auf sich aufmerksam machen

So signalisieren die vorlaufenden Indikatoren weiterhin eine Expansion der Konjunkturentwicklung, aber die Marktteilnehmer hören diese Zeichen nicht immer.

Denn gute Nachrichten müssen aktuell mit «Pauken und Trompeten» auf sich aufmerksam machen, sonst ziehen sie unbemerkt an den Marktteilnehmern vorbei und beeinflussen das Tagesgeschehen nicht. In der Summe zeigen die Erwartungen an die Konjunktur und Gewinnentwicklung, dass die Basis für die Aktienmärkte gut ist. Wir sind daher der Ansicht, dass sich ­Aktienengagements weiterhin lohnen.

Caroline Hilb Paraskevopoulos Leiterin Anlagestrategie St. Galler Kantonalbank

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