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«Waschen ist keine Staatsaufgabe»

Privatisierung Zu den Kunden industrieller Wäschereien gehören Spitäler und Heime. In Freiburg sorgt die geplante Auslagerung der Wäschereien des Kantonsspitals für heisse Köpfe beim Per­sonal. Der Verband Textilpflege Schweiz (VTS) und grosse Wäschereien begrüssen die Auslagerung. Für den VTS ist klar: «Waschen ist keine Staatsaufgabe.» Eine Machbarkeitsstudie werde zeigen, dass sich die Investitionen nicht rentierten, solange qualifizierte Privatbetriebe die gleichen Leistungen zu marktgerechten Preisen anbieten könnten.

Auslagerungen auf breiter Front

In den letzten Jahren haben viele Spitäler die eigene Wäscherei aufgegeben und die Aufträge an auswärtige Firmen vergeben. Beispiele sind das Interkantonale Spital Broye, die Berner Insel-Gruppe, das Spital Thun, das Universitätsspital Lausanne, das Kantonsspital Nidwalden, das Spital Wallis und die Hirslanden- Gruppe. In der Schweiz gebe es eine Vielzahl von industriellen Wäschereien, die ihr Kerngeschäft in der Aufarbeitung von Spitalwäsche hätten, hält der Verband fest. Für Kaspar Kellerhals, Geschäftsführer von Inotex Bern, ist der Entscheid des Freiburger Kantonsspitals nachvollziehbar. Die Prozesskosten bei grossen Mengen seien nämlich günstiger, da Maschinen nur einmal geheizt und das Wasser recycliert werden könne. Aber auch der Reservebestand von Wäsche für lokale Epidemien (etwa Norovirus) könne durch einen externen Wäscher dank einem grösseren Wäschepool über mehrere Kunden optimiert werden.

«Laufend steigende hygienische Anforderungen führen dazu, dass In-House-Wäschereien mehr und mehr aufrüsten müssen oder sich an auswärtige Betriebe wenden», betont Kellerhals. Das Volumen eines Spitals sei aber meist zu klein, um eine eigne Wäscherei effizient zu betreiben. (sda)

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