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Was internationale Manager motiviert

Im Auftrag der St. Galler M&M Militzer & Münch Holding hat sich ein Studierendenteam der Fachhochschule St. Gallen an ein neues Bonussystem gewagt – kein einfaches Thema. Belohnt wurde seine Arbeit mit der Nomination für den WTT Young Leader Award.
Zwei Studierende erklären Lothar Thoma, Christoph Hollenstein und Mathias Kleiner ihre Ergebnisse (von rechts). Bild: PD

Zwei Studierende erklären Lothar Thoma, Christoph Hollenstein und Mathias Kleiner ihre Ergebnisse (von rechts). Bild: PD

«Die Studierenden der Fachhochschule St. Gallen (FHS) entwickelten ein Bonussystem, das eine gezielte Steuerung erlaubt – anstelle eines Giesskannenprinzips», freut sich Lothar Thoma, Geschäftsführer der M&M Militzer & Münch International Holding in St. Gallen. Der Logistikkonzern hat Niederlassungen in über 25 Ländern, weltweit über 2000 Mitarbeitende und erzielte 2017 rund eine halbe Milliarde Franken Umsatz. M&M verfügt über langjährige Erfahrung in herausfordernden Märkten wie China, Russland, Iran oder den Maghreb-Staaten.

Das bestehende Bonussystem für die Geschäftsführer der einzelnen Ländergesellschaften sei historisch gewachsen und auch aus Fairnessgründen nicht mehr à jour, erklärt der Leiter Controlling bei M&M, Christoph Hollenstein: «Wir wollten die Betroffenen bei der Erneuerung zu Beteiligten machen.»

So befragte ein internationales Studierendenteam mit Christian Benger (Neuhaus), Fabienne Elser (Flawil), Robin Richner (Malans) und drei Austauschstudierenden aus Portugal und Chile M&M-Geschäftsführer in 15 Ländern: Was motiviert sie?

Cleveres Berechnungstool

«Boni sind ein heikles Thema», weiss deren FHS-Coach Mathias Kleiner. Um mit internationalen Managern darüber auf Augen­höhe zu kommunizieren, müsse man minutiös vorbereitet sein und über Empathie verfügen. ­Offensichtlich gelang das – das Team ist mit seinem Praxisprojekt für den WTT Young Leader Award nominiert. Die Befragung zeigte, dass nicht nur Geld eine Rolle spielt: In China sind beispielsweise Status und Titel, in Westeuropa Mitsprache oder in anderen Ländern etwa Jobsicherheit auch wichtige Themen. «Dafür entwickelten wir nun am Hauptsitz ein stärkeres Bewusstsein», so Lothar Thoma.

«Unser Bonuskonzept berücksichtigt nicht nur mehr die Länderergebnisse, sondern auch individuell vereinbarte Ziele und den Grad der Kooperation innerhalb des Konzerns», erklärt Christian Benger. Mit mehr Kooperation verstärkt M&M künftig das Wir-Gefühl über Grenzen hinweg und erhöht damit gleichzeitig die Wertschöpfung innerhalb des Konzerns. Als Extraleistung programmierten die Studierenden ein Berechnungstool: Was bedeuten die Änderungen am Bonussystem für die St. Galler Holding über die nächsten Jahre in finanzieller Hinsicht? Die ­beiden Auftraggeber staunten: «Sehr clever!» (red)

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