Was die Einwanderung bewirkt

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St. Gallen Symposium Brisante Themen wie Einwanderung, Staatsbürgerschaft und die Akzeptanz der Einzelnen in der Gesellschaft (Inklusion) werden an einer besonderen Veranstaltung gleich nach dem diesjährigen St. Gallen Symposium behandelt. Diese findet in Zusammenarbeit mit dem Institute for Canadian Citizenship (Organisation für kanadische Staatsbürgerschaft) statt. Die gemeinnützige Organisation setzt sich seit geraumer Zeit mit solchen Fragen auseinander und hat dazu besondere Konzepte entwickelt, die sie zunehmend auch weltweit vorstellt.

Am Forum «6 Degrees St. Gallen» soll die Annahme auf den Prüfstand gestellt werden, dass Immigranten einen negativen Einfluss auf die jeweilige Gesellschaft und Wirtschaft hätten. «Das Gegenteil ist der Fall», heisst es im Programm zur Veranstaltung. In der sich rasant verändernden Arbeitswelt sei gerade die Vielfältigkeit der Gesellschaft ein wichtiges Bollwerk gegen soziale Unruhen. Immi­granten seien Innovatoren, Angestellte und Steuerzahler, die wichtige Beiträge in ihrem direkten Umfeld leisteten – wenn man sie dazu ermutige, lautet die Botschaft der Veranstalter.

Breit abgestützte Rednerinnen und Redner

Als Sprecher am Anlass in der Ostschweiz vorgesehen sind unter anderem der kanadische Autor John Ralston Saul, der zugleich den internationalen Autorenverband PEN präsidiert, die für Deloitte tätige kanadische Beraterin Zabeen Hirji, die britische Philanthropin Hadeel Ibrahim und ABB-Präsident Peter Voser. An seinem Heimatstandort in Kanada hat das Institute for Canadian Citizenship besondere Feiern für kanadische Neubürger etabliert. Damit sollen Neu-Kanadier dazu ermutigt werden, in ganz unterschied­lichen Bereichen engagierte Staatsbürger zu werden. Ausserdem will man die Gesellschaft für die Anliegen sensibilisieren.

Die zugehörige Veranstaltungsreihe «6 Degrees» trägt die Debatte über Zuwanderung und Inklusion inzwischen weltweit nach aussen, am 5. Mai nun auch in St. Gallen. (T. F.)