Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Warten auf die Wallonie

Freihandel Das Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada droht am Widerstand der französischsprachigen Belgier zu scheitern.

Freihandel Das Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada droht am Widerstand der französischsprachigen Belgier zu scheitern. Konkret gibt es in Belgien insgesamt sechs Parlamente im niederländisch-sprachigen Flandern, in der frankophonen Wallonie, im deutschsprachigen Teil und in der Hauptstadtregion Brüssel. Am Freitag beschloss das Regionalparlament der französischsprachigen Wallonie, dem gesamtbelgischen Premierminister Charles Michel die Zustimmung zum Handelspakt zu versagen.

Hält sich Regional-Premier Paul Magnette an den Auftrag – wie er umgehend signalisierte – muss sich der zuständige Minister auf Staatsebene, Didier Reynders, beim aktuellen Treffen der EU-Handelsminister in Luxemburg der Stimme enthalten. Die Unterzeichnung von Ceta, die durch die 28 EU-Mitgliedsländer Ende Monat eigentlich einstimmig erfolgen sollte, wäre damit gefährdet. Gespräche, doch noch einen Kompromiss auszuhandeln, laufen auf Hochtouren.

Gründe für das Nein gibt es mehrere. Einerseits hadert der südliche Landesteil Belgiens nach dem Niedergang der Stahlindustrie mit strukturellen Schwierigkeiten. Die Wallonen fürchten, dass die verbliebenen Firmen und die Landwirtschaft mit der Konkurrenz aus Übersee zunehmend unter die Räder geraten. Ebenso dürften parteipolitische Spiele zwischen der politischen Spitze in Namur und Brüssel eine Rolle spielen. (rhe)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.