Warnung vor Bauen an peripheren Lagen

Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist vor allem in den Grosszentren hoch. An der Zinsfront erwartet Ökonom Robert Weinert vorläufig keine einschneidenden Änderungen.

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Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist vor allem in den Grosszentren hoch. An der Zinsfront erwartet Ökonom Robert Weinert vorläufig keine einschneidenden Änderungen.

Der Wohnungsbau läuft auf hohen Touren. Allein dieses Jahr werden rund 30 000 neue Mietwohnungen realisiert. Wird auf Halde gebaut?

In den städtischen Zentren, beispielsweise auch in St. Gallen, bleibt der Mietwohnungsmarkt stabil. Die Nachfrage übersteigt besonders in Grosszentren das Angebot. Die hohe Bautätigkeit trifft aber in manchen Regionen auf eine schwächere Nachfrage. An sehr peripheren Lagen macht es heute keinen Sinn mehr, neue Projekte zu lancieren, bloss weil es dort noch freies Bauland gibt.

Sehen Sie möglicherweise steigende Zinsen als eine Gefahr?

Grundsätzlich beeinflussen die Zinsen sämtliche Segmente des Immobilienmarktes. Sicher kommt es auf das Ausmass von Zinserhöhungen an. Die Hypothekarzinsen müssten spürbar steigen, damit sich die Nachfrage nach Häusern und Eigentumswohnungen stark abschwächen würde.

Und bei Anlageimmobilien?

Dort gilt dasselbe: Sobald die Renditen der Bundesobligationen deutlich im positiven Bereich liegen, wären Anlageimmobilien weniger gefragt. Zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir aber für das kommende Jahr 2017 keine grösseren Änderungen. (J. Z.)