Wachstumsstärke ist umstritten

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Konjunktur Von der Konjunkturforschungsstelle KOF befragte Ökonomen halten an ihrer Wachstumsprognose von 1,5% für 2017 fest. Skeptischer blicken jedoch die Experten des Bundes auf die Wirtschaftsentwicklung: Das Seco senkt die Prognosen von 1,6% auf 1,4%. Die Erholung der Wirtschaft verlaufe weniger dynamisch als erwartet, begründete das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) den Entscheid in einer Mitteilung. Die Expertengruppe des Bundes zählt damit aktuell zu den pessimi­s­tischeren unter den Konjunktur­auguren.

Ebenfalls ein Wirtschaftswachstum von 1,4% im laufenden Jahr prognostizieren die Konjunkturforscher der Bakbasel, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Ökonomen der UBS. Deutlich höher liegen die Prognosen von Economiesuisse (+1,7%), der Westschweizer Konjunkturforscher der Créa (+1,7 %) und der Zürcher Kantonalbank (+1,6%).

Bei den Ausfuhren ist man sich einig

Lichtblicke sehen sowohl die Experten des Bundes als auch die von der KOF befragten Ökonomen bei der Entwicklung der Exporte. Die Schweizer Exporte dürften von der positiven weltwirtschaftlichen Entwicklung profitieren. Positive Signale orten die Experten dabei in der Chemie- und Pharmabranche, in der MEM-Industrie, aber auch in der Uhrenindustrie.

Laut dem KOF Consensus Forecast sieht die Lage besser aus als noch vor drei Monaten. Auch was die Erholung auf dem Arbeitsmarkt angeht, sind sich die Konjunkturexperten einig: Die Arbeitslosenquote dürfte im Jahresdurchschnitt 3,2% betragen. (sda)