Wachstumssprung der Helvetia dank Zukäufen

ST. GALLEN. «Intensiv und erfolgreich» sei das 1. Halbjahr 2015 gewesen, sagt Helvetia-Chef Stefan Loacker, und es habe «ganz im Zeichen der Integration der Nationale Suisse und der Basler Österreich gestanden». Dank der Zukäufe im 2.

Thomas Griesser Kym
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ST. GALLEN. «Intensiv und erfolgreich» sei das 1. Halbjahr 2015 gewesen, sagt Helvetia-Chef Stefan Loacker, und es habe «ganz im Zeichen der Integration der Nationale Suisse und der Basler Österreich gestanden». Dank der Zukäufe im 2. Semester 2014 konnte die «neue Helvetia», wie sie intern genannt wird, in der Berichtsperiode die Prämien im Vorjahresvergleich um 10% auf 5,3 Mrd. Fr. steigern und das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit um 12% auf 221 Mio. Franken. Dieses operative Ergebnis wurde erst noch durch Wechselkurseffekte (16 Mio. Fr.) und tiefere Zinseinnahmen gedämpft.

Ohne die Zukäufe wären die Prämien im Lebengeschäft leicht geschrumpft, wegen rückläufiger Einmaleinlagen in Italien und der Schweiz. Nichtleben ist organisch etwas gewachsen, erhielt aber dank der Zukäufe ebenso wie die Spezialversicherungen einen Schub, womit die Helvetia nun etwas weniger stark abhängig ist vom Lebengeschäft. Die höchsten Ergebnisbeiträge lieferte erneut das Schweizer Geschäft. Im Nichtleben schafften sämtliche Ländermärkte Schaden-Kostensätze unter 100%.

Zur Jahresmitte zählte die Helvetia-Gruppe 6774 Mitarbeitende (gerechnet in Vollzeitstellen), 292 weniger als vor Jahresfrist. Diese teilen sich in 232 Abgänge im Zusammenhang mit den Zukäufen und 60 Abgänge durch den Rückzug aus Belgien. Die Reduktionen und Einsparungen von Sachkosten führten zu Synergien von 15 Mio. Fr. im Semester, womit das Jahresziel (18 Mio. Fr.) schon fast erreicht ist. In der Schweiz allein wurden über die natürliche Fluktuation innert Jahresfrist 186 Stellen abgebaut. Zudem sind 75 Kündigungen und 35 Frühpensionierungen in der Umsetzung. Derzeit hat die Helvetia in der Schweiz 3700 Beschäftigte, deren Zahl laut Loacker noch etwas weiter reduziert werden dürfte.