Wachstum und Wechsel bei Leonteq

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Fintech Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz verlässt die angeschlagene Fintech-Firma Leonteq. Bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen kündigte Leonteq an, dass Vincenz auf den nächstmöglichen Zeitpunkt hin als Verwaltungsratspräsident zurücktreten werde. Auch Patrik Gisel, Chef der Raiffeisen und deren Vertreter im Gremium, wird aus dem Verwaltungsrat austreten. Gisel werde ein Mitglied der Raiffeisen-Geschäftsleitung als seinen Nachfolger zur Wahl vorschlagen. Ausserdem sollen an der Generalversammlung neue, unabhängige Verwaltungsräte zur Wahl gestellt werden.

Leonteq hat im ersten Halbjahr 2017 zwar den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen geschafft, nachdem das Unternehmen im letzten Semester 2016 rote Zahlen schrieb. Der Gewinn von 1,2 Millionen Franken liegt aber deutlich unter dem Vorjahreszeitraum. Der Betriebsertrag ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 100,2 Millionen Franken zurück. Gegenüber dem letzten Semester sei dies aber eine Verbesserung von 14 Prozent, betont Leonteq. Das Unternehmen habe Kapazitätsbeschränkungen bei wichtigen Partnerbanken behoben.

Strategisch will sich das Unternehmen unabhängiger machen von einer kleinen Anzahl von Schlüsselpartnern und seinen Umsatz breiter aufstellen. Bereits letzten November kündigte das auf strukturierte Produkte spezialisierte Unternehmen Massnahmen auf der Kostenseite an. Dazu gehörte der Abbau von fast 60 Stellen, welcher bis Ende Juni über die Bühne ging. (sda)