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Kommentar

Tourismus: Wachstum auf Probe

Wirtschaftsredaktor Rainer Rickenbach über die jüngsten Prognosen der ETH-Konjunkturforscher.
Rainer Rickenbach
Rainer Rickenbach, Redaktor Wirtschaft

Rainer Rickenbach, Redaktor Wirtschaft

Die Konjunkturforscher der KOF wähnen den Schweizer Tourismus im Aufwärtstrend. Im zurückliegenden Winter stiegen deutlich mehr Gäste in den Hotels der Wintersportorte ab als in der Vorsaison. Möglich machten die Wende der frühe Schnee und der erstarkte Euro.

Nur: Auf Schnee im November ist genauso wenig Verlass wie auf Devisenkurse. Für Letztere bot der Medientermin der KOF heute besten Anschauungsunterricht: Während die Konjunkturexperten von den günstigen Tourismus-Aussichten schwärmten, begannen die Finanzmärkte wegen der Regierungskrise in Italien verrückt­zuspielen, und der Euro verlor massiv an Wert. Ein schöner Teil des früheren Zuwachses war innert Stunden verpufft.

Das trifft die alpinen Ferienorte in Graubünden und das Wallis hart. Die KOF schätzt, dass dort jedes Mal, wenn der Franken 1 Prozent an Wert zulegt, 2 Prozent Hotelübernachtungen verlorengehen. Einigen Wintersportorten sind deshalb in den zurückliegenden acht Jahren 30 oder gar 50 Prozent der Hotelgäste abhandengekommen – die meisten von ihnen Individualgäste.

Nicht so in der Zentralschweiz. Ihre Tourismusverantwortlichen hatten es rechtzeitig geschafft, einen breiten Gästemix mit einem beträchtlichen Anteil an Amerikanern und Asiaten hinzubekommen. Dank ihnen war die Region von der Eurokrise nur am Rande betroffen. Die neuen Märkte im Fernen Osten brachten zwar reichlich Gruppentourismus mit sich, ihn zu managen, bleibt eine heikle Herausforderung. Aus Sicht der Bündner oder Walliser handelt es sich aber bloss um ein Luxusproblem, mit dem sie gut leben könnten.

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