VW will in der Schweiz Steuern übernehmen

WOLFSBURG. Im Abgas-Skandal geht VW auch auf seine Schweizer Kunden zu. Mögliche höhere Motorfahrzeugsteuern, die aus den falsch angegebenen Emissionswerten resultieren könnten, will der Konzern selber übernehmen.

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WOLFSBURG. Im Abgas-Skandal geht VW auch auf seine Schweizer Kunden zu. Mögliche höhere Motorfahrzeugsteuern, die aus den falsch angegebenen Emissionswerten resultieren könnten, will der Konzern selber übernehmen.

Nadia Batzig, Sprecherin des Eidg. Finanzdepartements (EFD), bestätigte, dass per E-Mail ein entsprechender Brief von VW-Konzernchef Matthias Müller beim EFD eingetroffen sei. Der Brief ging zudem an alle 28 Finanzminister der EU. In der Nachricht heisst es wortwörtlich: «Der Volkswagen-Konzern wird dafür einstehen, dass etwaige Mehrsteuern ausgeglichen werden.» Müller bittet die Finanzminister, mögliche Steuernachzahlungen dem Konzern direkt in Rechnung zu stellen, auch wenn das mit organisatorischem Aufwand verbunden wäre.

Die Motorfahrzeugsteuern werden von den Kantonen erhoben. Sparsame Autos profitieren von Steuerrabatten. Im Kanton Zürich zahlt ein Besitzer eines VW Golf mit der Energieetikette A jährlich fast 100 Fr. weniger als ein Besitzer eines Golfs mit Etikette B. Wie viele Fahrzeuge in der Schweiz betroffen sind, ist noch unklar. (sda)