VW-Verfahren mit beispiellosem Abschluss

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Abgasskandal Europas grösster Autohersteller Volkswagen hat sich nach der milliardenschweren Einigung mit der US-Regierung im Abgasskandal nun auch vor Gericht der Manipulation von Dieselfahrzeugen zum Betrug bei staatlichen Abgastests schuldig bekannt. N-TV online berichtet, dass sich der Konzern vor einem Bundesgericht in Detroit der Verschwörung zum Zweck des Betruges der USA und des Überweisungsbetruges sowie der Verletzung von Umweltgesetzen, der Behinderung der Justiz und zu Importverstössen schuldig bekannt habe. Damit finde das Strafverfahren, das dem Ruf und den Finanzen des deutschen Konzerns massiv geschadet habe, einen beispiellosen Abschluss.

Hohe Strafzahlungen und Einigung mit der Anklage

Die zu Jahresbeginn erzielte Vereinbarung zwischen VW und dem Justizministerium sieht demnach neben dem Schuldeingeständnis auch eine Strafzahlung von insgesamt 4,3 Mrd. $ vor. Die Summe beinhaltet eine Strafzahlung in Höhe von 2,8 Mrd. $, um die Ermittlungen des Justizministeriums beizulegen. Zum anderen hat sich VW zur Zahlung einer Zivilstrafe bereit erklärt, um weitere Klagen des Bundes beizulegen.

Zuvor hatten die Wolfsburger, laut dem Bericht, bereits mit Verbrauchern, Regulierern, Händlern und Staatsanwälten in den USA Einigungen erzielt, deren Kosten die Summe von 20 Mrd. $ übersteigen könnten. Einige derzeitige und frühere VW-Manager und -Mitarbeiter wurden in dem Strafverfahren separat angeklagt. Um ihre Fälle ging es aber in der Anhörung vom vergangenen Freitag nicht. Volkswagen hatte sich bereits im Ja­nuar mit den US-Staatsanwälten geeinigt, heisst es weiter. (bor)