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Von Rapperswil in den globalen Pharmamarkt

Die Ostschweizer Neovii Pharmaceuticals will mit hochspezialisierten Medikamenten im Weltmarkt wachsen und so auch breiter aufgestellten Mitbewerbern trotzen.
Thorsten Fischer
Neovii, die lebensrettende Arzneimittel entwickelt, vertreibt ihre Pro­dukte mittlerweile in gut 50 Ländern. (Bild: PD)

Neovii, die lebensrettende Arzneimittel entwickelt, vertreibt ihre Pro­dukte mittlerweile in gut 50 Ländern. (Bild: PD)

Jürgen Pohle ist seit Anfang dieses Jahres operativer Chef von Neovii Pharmaceuticals in Rapperswil. Das in der Ostschweiz beheimatete Unternehmen sticht aus zwei Gründen hervor. Zum einen ist es in einem spezialisierten Bereich der Biopharmazie ­tätig. Zum andern hat es eine besondere Gründungsgeschichte. Neovii ist in seiner heutigen Form ein relativ junges Unternehmen «mit einer Prise Start-up-Mentalität», wie Jürgen Pohle sagt. Zugleich hat es aber das jahrzehntelange Know-how und die Geschichte eines grossen Konzerns im Rücken. 2013 hatte der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius die Biotech-Sparte ausgegliedert und verkauft. Der Hauptsitz des neuen, unabhängigen Unternehmens Neovii wurde in der Schweiz angesiedelt. Die ­Produktion erfolgt nach wie vor in Gräfelfing bei München. Dort sind deutlich über 140 Mitarbeitende tätig. Am Hauptsitz in der Schweiz sind es 15, ein Ausbau ist laut Pohle geplant.

Bei Transplantationen und seltenen Krankheiten

«Wir wollen Neovii weiterentwickeln, um der führende Anbieter von Medikamenten in der Transplantationsmedizin zu werden mit dem übergeordneten Ziel, lebensverändernde Therapien für Patienten mit seltenen Krankheiten bereitzustellen», sagt Pohle. Hauptprodukt ist Grafalon, das in 50 Ländern erhältlich ist und Abstossungsreaktionen bei Organ- und Stammzelltransplantationen vermeidet.

Mitbewerber von Neovii sind breit aufgestellte Konzerne wie die französische Sanofi. Doch Pohle sieht für das spezialisierte Rapperswiler Unternehmen gute Karten – dank des eigenen ­erarbeiteten Fachwissens in den entsprechenden Bereichen. Der globale Fokus der Geschäfte trug massgeblich dazu bei, dass ­Neovii seinerzeit die Region Ostschweiz als Hauptsitz ins Auge fasste. Die von der Wirtschaftsförderung jeweils hervorgehobenen Argumente der kurzen Wege und der guten Infrastruktur bestätigt Pohle durch seine Erfahrungen in der Praxis. Die Internationalität der Schweiz in verschiedenen Gebieten – mit zugleich starker regionaler Verankerung – komme der Tätigkeit von Neovii entgegen.

Chairman von Neovii ist David Fuhrer. Ihm und seiner Familie gehört Neopharm, der zweitgrösste Pharmakonzern Israels. Auch das dürfte dazu beitragen, dass Neovii nahe am Puls der expandierenden Branche bleibt. Israel gilt nicht nur in der Informationstechnologie, sondern auch in der Medizinaltechnik als internationaler Taktgeber.

Zusätzliche Stellen für die Ostschweiz

Beim Rekrutieren von Fachkräften am Schweizer Standort macht Neovii ähnliche Erfahrungen wie Firmen in anderen Branchen. «Hin und wieder ist es schwierig, hochqualifizierte Spezialisten zu finden», sagt Pohle. Aktuell sollen in nächster Zeit vier bis fünf zusätzliche Personen am Hauptsitz beschäftigt werden.

Dabei handelt es sich um ­offene Stellen nicht nur in der ­Sparte Medizin, sondern auch im Marketing und Finanzen. Trotz des geplanten Ausbaus versteht sich Neovii weiterhin als KMU, das im globalen Pharmamarkt im ausgewählten Segment kräftig wachsen will.

Thorsten Fischer

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