«Von 80 Prozent der US-Kunden getrennt»

Herr Hinder, wie weit ist die angekündigte Trennung von US-Kunden?

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Herr Hinder, wie weit ist die angekündigte Trennung von US-Kunden?

Wir haben die etwa 400 betroffenen Kunden in den letzten Monaten informiert. 80 Prozent von ihnen haben ihre Beziehung zur TKB bereits aufgelöst. Dies verlief ohne nennenswerte Reaktionen. Die Kunden haben bereits mehr oder weniger damit gerechnet.

Wie verlief der Start des Kompetenzzentrums für Auslandkunden in Kreuzlingen?

Sehr gut. Wir sind sehr froh, dass wir ein solches Zentrum geschaffen haben. Das Team ist seit knapp einem Jahr operativ tätig, und die Mitarbeiter haben eine intensive Schulung durchlaufen, die sie mit einem Zertifikat abgeschlossen haben. Es wäre für uns fast nicht möglich, all die regulatorischen Vorgaben umzusetzen, wenn wir das grenzüberschreitende Geschäft nicht zentral abdecken würden.

Wie ist die Auslastung dieser Mitarbeiter?

Sehr hoch. Dies auch, weil sie mit der Umsetzung der Abgeltungssteuer und weiteren Vorschriften beschäftigt sind. Es gibt auch viele Anfragen von Kunden im Zusammenhang mit diesen Veränderungen.

Wie gross ist die Nachfrage im Segment für Gewerbekunden und beim Unternehmerdesk?

Unser neues spezifisches Angebot für Gewerbekunden stösst auf grosses, positives Echo. Beim Unternehmerdesk haben wir vorerst darauf verzichtet, eine eigenständige Organisationseinheit zu bilden. Die Bedürfnisse dieser Kunden werden momentan in einer engen Zusammenarbeit durch Firmenkunden- und Private-Banking-Spezialisten abgedeckt.

Warum nicht eigenständig?

Aus Kosten-Nutzen-Überlegungen. Wir haben auch gesehen, dass wir die Bedürfnisse der Kunden so gleich gut abdecken können. (rba)