Volkswagen drohen in Australien Millionenstrafen

CANBERRA. «Wir sind frustriert», sagt Rod Sims, Chef der australischen Behörde für Konsumentenschutz (ACCC). «Wir verlieren die Geduld mit Volkswagen.» Wie Sims sagt, könnte jeder Fall einer Verletzung der nationalen Konsumentenschutzgesetze mit einer Strafe von umgerechnet bis zu 750 000 Fr.

Urs Wälterlin
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CANBERRA. «Wir sind frustriert», sagt Rod Sims, Chef der australischen Behörde für Konsumentenschutz (ACCC). «Wir verlieren die Geduld mit Volkswagen.» Wie Sims sagt, könnte jeder Fall einer Verletzung der nationalen Konsumentenschutzgesetze mit einer Strafe von umgerechnet bis zu 750 000 Fr. geahndet werden. Laut Sims wartet die ACCC weiter auf eine Antwort Volkswagens auf die Frage, ob auch in Australien Fahrzeuge oder Komponenten mit Software verkauft wurden, die eine Manipulation der Abgaswerte erlaubt. Schätzungen zufolge hat Volkswagen in Australien seit 2009 etwa 50 000 Dieselautos verkauft.

«Sehr besorgt»

Die Behörde sei «sehr besorgt über die potenziellen Konsumenten- und Wettbewerbsnachteile aus diesem mutmasslichen Verhalten», sagt Sims. Die ACCC wolle zum einen wissen, ob Konsumenten beim Autokauf über die Umweltbelastung getäuscht wurden und zum anderen, ob Volkswagen mit der Software Gesetze verletzt habe.

Drohung mit dem Rechtsweg

Es sei aber schwierig, von Volkswagen die zur Untersuchung notwendigen Informationen zu bekommen. «Falls wir keine Antworten erhalten, werden wir die Informationen juristisch einfordern», sagt Sims an.

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