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Kommentar

Vogel-Strauss-Politik

Die Unwilligkeit der Nationalbank sich für klimaverträgliche
Investitionen zu engagieren, könnte ihr gefährlich werden.
Balz Bruppacher
Balz Bruppacher

Balz Bruppacher

Die Nationalbank kann das Klima nicht retten. Dass sie sich Fragen nach der Klimaverträglichkeit ihrer Aktienanlagen völlig verschliesst, ist aber schwer nachvollziehbar. Geradezu absurd wird diese Haltung, wenn sich die Notenbank in ihrem Leitbild gleichzeitig dazu bekennt, ihre betrieblichen Leistungen unter Schonung der natürlichen Ressourcen zu erbringen. «Wir sorgen insbesondere für eine hohe Energieeffizienz und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz», heisst es da. Dass die Nationalbank schon jetzt einige Ausnahmen vom Prinzip der neutralen und passiven Aktieninvestitionen macht, entkräftet das Argument der Gefährdung des geldpolitischen Auftrags. Wenn die Nationalbank um ihre Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit fürchtet, so ist sie an eigene Aussagen zu erinnern, wonach Geld- und Anlagepolitik unteilbar sind.

Mit ihrer jetzigen Haltung riskiert die SNB überdies, erst recht unter politischen Druck zu geraten und Handlungsfreiheit einzubüssen. Schliesslich ist das Bekenntnis des Bundesrats, nachhaltige Finanzanlagen zu fördern, wenig glaubwürdig, wenn der mit Abstand wichtigste Player nicht oder nur halbherzig mitmacht.

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