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Virtuelles Sofa im Wohnzimmer

Passt der neue Tisch ins Esszimmer? Welche Farbe sollte das Sofa haben? Mit einer App soll man solche Fragen in Zukunft bereits zu Hause beantworten können.
Federico Gagliano
«Erweiterte Realität» über das Smartphone. (Bild: Möbel Portmann)

«Erweiterte Realität» über das Smartphone. (Bild: Möbel Portmann)

Surft man im Internet nach neuen Möbeln, muss man sich nur anhand der Massangaben ein Bild darüber machen, ob das Möbelstück auch wirklich in die eigene Wohnung passen könnte. Meist ist ein Ausflug ins Möbelhaus aber unumgänglich, um sich vollständig davon zu überzeugen – doch dafür braucht man oft viel Zeit. Mit einer neuen App will die Möbeleinkaufsgruppe Garant diesen Prozess nun vereinfachen.

Die App «Garant Swiss» bedient sich dabei der sogenannten Augmented Reality (AR), der erweiterten Realität. Die Funktion «Raum-Designer» der App benutzt die Kamera des Smartphones, um virtuelle Möbelstücke in reale Räume zu platzieren. Die App ist dabei kostenlos im Google-Play-Store oder im App-Store erhältlich. «Wir wollten uns damit für die Zukunft rüsten», sagt Eliane Portmann. Sie ist Geschäftsleiterin bei Möbel Portmann in Schüpfheim. Das Möbelhaus gehört zur Garant-Gruppe.

Die App wird aber noch erweitert: «Wir werden mehr Möbel hinzufügen, diese müssen aber zuerst erfasst werden», erklärt Portmann weiter. Es brauche Zeit, um die 3D-Modelle der Möbel zu zeichnen. Mit der App tritt Garant in die Fussstapfen anderer grosser Möbelhäuser.

Angebote mit virtueller Realität nehmen massiv zu

Obwohl die Möbelindustrie in Sachen Onlinehandel lange hinterherhinkte, setzt man nun immer mehr auf solche Technologien. So hat der Branchenriese Ikea ebenfalls eine entsprechende Anwendung auf dem Markt, die viele Produkte dreidimensional und massstabsgetreu darstellt.

Zusätzlich bietet Ikea Anwendungen an, in denen man mittels Virtual-Reality-Brille verschiedene Zimmer komplett besichtigen kann. Angebote mit virtueller oder erweiterter Realität nehmen auch in anderen Branchen zu, im Immobilien­geschäft beispielsweise. Hier werden solche virtuellen Wohnungsbesichtigungen ebenfalls bereits angeboten. Reisebüros nutzen die Technologie, um durch 360-Grad-Ansichten Appetit auf Ferien in den Urlaubszielen zu machen. Und manche Optiker ermöglichen ihren Kunden das virtuelle Anprobieren von Brillengestellen via Webcam im Onlineshop.

Der Möbelhaus-Besuch wird vereinfacht, nicht ersetzt

Analysten des US-amerikanischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens International Data Corporation schätzen, dass die Ausgaben im Jahr 2018 für Augmented Reality/Virtual Reality-Produkte und -Services rund 27 Milliarden Dollar erreichen. Das würde einem Anstieg von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen.

Nur auf eine App will man sich aber auch bei Möbel Portmann nicht verlassen: «Die App soll den Besuch ins Möbelhaus vereinfachen, aber nicht ersetzen», sagt Portmann. Kunden sollten sich immer noch selbst von den Produkten überzeugen – in der realen Welt.

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