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Villiger wird UBS-Präsident – Lage bleibt schwierig

ZÜRICH. Alt Bundesrat Kaspar Villiger ist von der UBS-Generalversammlung in den Verwaltungsrat der Grossbank gewählt worden. Villiger wurde von knapp 98 Prozent der anwesenden Aktienstimmen unterstützt.
Villiger an der GV der UBS. (Bild: Keystone)

Villiger an der GV der UBS. (Bild: Keystone)

Villiger, der seine Verwaltungsratsmandate bei Nestlé, Swiss Re und der NZZ aufgibt, löst den zurückgetretenen VR-Präsidenten Peter Kurer ab, der mit Applaus verabschiedet wurde. Villiger will sich mit einem Jahresgehalt von 850'000 Franken zufrieden geben und auf Boni verzichten.

Zum Abschluss der siebenstündigen GV hiessen die UBS-Aktionäre zwei vorsorgliche Kapitalmassnahmen gut. Sie nehmen damit eine mögliche Verwässerung ihrer Anteile in Kauf. So stimmten sie mit gut 97 Prozent für die Schaffung von bedingtem Kapital im Umfang von maximal 100 Millionen Aktien.

Zuvor hatten die Aktionäre das neue Vergütungsmodell trotz zahlreicher kritischer Voten ziemlich deutlich angenommen. Knapp 88 Prozent der Aktienstimmen genehmigten in einer Konsultativabstimmung das neue Lohnkonzept.

Demnach will die UBS ihre Vergütung längerfristiger ausrichten und enger an die Wertschaffung koppeln. Die Boni basieren neu nicht nur auf einem Bonus- sondern auch auf einem Malus-System.

Die variable Barvergütung wird zunächst nur noch bis zu einem Maximum von einem Drittel ausbezahlt. Der grössere Anteil wird auf einem Sperrkonto einbehalten, der bei Verlusten in Folgejahren geschmälert wird.

Die von Pensionskassen gegründeten Stiftung Ethos kritisierte, auch im neuen Vergütungsmodell fehlten Obergrenzen. Damit könnten Exzesse auch künftig nicht verhindert werden.

Die UBS befindet sich weiterhin in einer äusserst schwierigen Lage. Für das erste Quartal 2009 rechnet sie mit einem Verlust von knapp 2 Mrd. Franken.

Bis Ende 2010 will sie nun 3,5 bis 4 Mrd. Fr. einsparen. Dazu sollen weitere 8700 Stellen abgebaut werden. Die Zahl der Beschäftigten sinkt damit auf 67 500. Betroffen ist auch die Schweiz. Auf dem Heimmarkt gehen 2500 Stellen verloren.

Demnach gibt es hierzulande voraussichtlich 1200 bis 1500 Entlassungen. Die Grossbank nutze die natürliche Fluktuation. Es bestehe ein Sozialplan.

Die Ergebnisse der Grossbank seien nach wie vor unbefriedigend, sagte der neue Konzernchef Oswald Grübel. Die Krise sei noch nicht überwunden. Unter dem Strich musste die UBS erneut einen Geldabfluss verkraften. (sda)



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