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Viel Spass, aber auch viel Arbeit

Vollen Einsatz leisten, rasch Kunden finden und die Teamentwicklung fördern – diese und weitere Erkenntnisse haben das vierte St. Galler Neuunternehmerforum geprägt.
Martin Sinzig
Andreas Guggenbühl, Mitgründer und Chef von Selfnation, einem Spin-off der ETH. (Bild: Urs Bucher)

Andreas Guggenbühl, Mitgründer und Chef von Selfnation, einem Spin-off der ETH. (Bild: Urs Bucher)

Es will Gründungsinteressierte wie auch Jungunternehmerinnen und -unternehmer ansprechen, motivieren und inspirieren: Die vierte Auflage des Neuunternehmerforums war mit 400 Teilnehmern gut besucht. Ausgerichtet wurde es gemeinsam vom Institut für Jungunternehmen (IFJ), von der Standortförderung des Kantons St. Gallen, von Postfinance und den Olma-Messen, auf deren Areal das Forum gestern stattfand.

Jeans online nach Mass zu bestellen statt auf stundenlange Shoppingtouren zu gehen, war der Ansatz des 2013 gegründeten Jungunternehmens Selfnation. Die Kombination von 3D-Visualisierung mit hochautomatisierten Produktionsprozessen hat funktioniert. Bereits Tausende Kunden nutzen diese Einkaufsmöglichkeit. Das ETH-Spin-off hat es zum dritten Mal in Folge auf die Liste der 100 besten Schweizer Start-ups geschafft.

Man müsse rasch davon überzeugen, dass ein Marktbedürfnis für die neue Idee vorhanden sei, nannte Selfnation-Mitgründer und Firmenchef Andreas Guggenbühl eine wichtige Erkenntnis. «Sobald die ersten Kunden da sind, wird es auch einfacher, Investoren zu finden.» Ein entscheidender Erfolgsfaktor sei die Teambildung. Es brauche dafür jüngere wie ältere Leute, und motivierend wirke es, Ziele im Team abzusprechen und Visionen zu kommunizieren, sagte Guggenbühl.

Geschäftliche Projekte mit voller Kraft voranzutreiben sei effizienter, als wenn man nebenher einen Plan verfolge, sagte der Maschineningenieur. Ohne Businessplan gehe es nicht. «Wir machen einen Drei-, Sechs- und Neunmonatsplan und schauen alle drei Monate, wo wir stehen.»

Einen pragmatischeren Weg verfolgt der Appenzeller Jungunternehmer Willy Langenegger. «Fangen Sie einfach an, auch ohne Businessplan.» Es gelte, möglichst rasch Kunden zu gewinnen, sie gäben schon Rückmeldungen. Langenegger hat 2012 die Swiss Photovoltaik AG als Vollserviceanbieterin gegründet und beschäftigt bereits 13 Mitarbeitende.

Möglichst rasch Umsatz zu machen war auch für Philipp Ringli ein Ziel. Der Grafiker hat 2013 in Appenzell die Peakhunter AG mitgegründet. Sie bietet ein digitales Gipfelbuch in Form einer App an und verdient bereits Geld. Immer flüssig zu bleiben und keine Abhängigkeiten zuzulassen war eine klare Erkenntnis. Bereits für 2017 wird der Markteintritt in den USA geplant.

Von Pilzen bis zu Robotern

Ein neues Unternehmen bedeute sehr viel Spass, aber auch sehr viel Arbeit, sagte Reto Vincenz, Chef und Mitgründer der MycoSolutions AG. Das Spin-off der Empa St. Gallen züchtet Pilze für die Baumpflege. Die biologischen Produkte sollen aber auch anderswo dienen, zum Beispiel beim Schutz von Holzmasten der Telekom- und Stromwirtschaft. Geduld brauche es vor allem bei den Zulassungsverfahren. Inzwischen sei Swisscom als Investor eingestiegen. Noch am Anfang steht die Smagrob GmbH aus Schweizersholz im Thurgau. Sie will laut Gründer Andreas Bräuninger kleine Landwirtschaftsroboter entwickeln, die analog zum Smartphone die Landtechnik revolutionieren sollen. Die ersten Prototypen sind gebaut, und gesucht wird ein Partner für die Markteinführung. «Wir sind überzeugt, dass wir das können», sagte Bräuninger.

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