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Verzinkereien unter Druck

Verzinkungsbranche Wegen der angekündigten Schliessung der Verzinkerei Zinctec in Egnach mit gut 40 Kündigungen bemüht sich die Gewerkschaft Unia um einen Gesprächstermin mit der Geschäftsleitung des Betriebs. Dies, um Verhandlungen über einen Sozialplan aufzunehmen. «Bisher ist unsere Kontaktaufnahme noch nicht erwidert worden», sagt Unia-Vertreter Stefan Brülisauer. Man gebe der Firma noch ein paar Tage Zeit. Bleibe eine Antwort aus, werde man «eine nächste Personalversammlung einberufen, um zu diskutieren, wie wir mehr Druck ausüben können», sagt Brülisauer.

Das geplante Aus der Zinctec löst Besorgnis in der Branche aus. Laut Markus Graf von der Geschäftsleitung der Galvaswiss AG ist es die sechste Schweizer Verzinkerei innert zehn Jahren, die aufgibt. Und es dürfte nicht die letzte Schliessung in der Branche sein, prophezeit Graf. Er spricht von «starkem Preisdruck» und scharfer Konkurrenz durch Verzinkereien in Deutschland, Polen oder Italien, die mit tieferen Löhnen arbeiten. «In den vergangenen zehn Jahren sind die Preise um 20 Prozent gesunken», sagt Graf. Das schmälere die Rendite der Schweizer Verzinkereien, und ältere Betriebe hätten hohen Investitionsbedarf, den sie oft nicht finanzieren könnten. Ferner beklagt Graf die Höhe der Energie- und Netzkosten für die Industrie.

Konkurrenz aus dem Norden für Felben-Wellhausen

Galvaswiss hat in der Schweiz in drei Werken am Hauptsitz in Aarberg, in Pratteln und in Felben-Wellhausen bei Frauenfeld gut 300 Mitarbeitende, davon 110 am Thurgauer Standort. Hinzu kommt ein Werk in Süddeutschland. Laut Graf muss man aus Umweltschutzgründen das Werk Aarberg demnächst neu bauen, wofür fast 20 Millionen Franken investiert werden. «Das wird zäh, aber wir müssen das stemmen.» Die Kessel in Aarberg und Felben-Wellhausen zur Verzinkung von Stahl gehören zu den grössten in Europa. In Aarberg werden etwas kleinere Kessel installiert, und das gleiche ist im Thurgau geplant, sobald auch dieses Werk einmal modernisiert wird. Mehr noch als das bernische Aarberg sei der Standort Felben-Wellhausen deutscher Konkurrenz ausgesetzt, sagt Graf. Das Werk habe in den vergangenen Jahren «nicht grad goldene Zahlen» geschrieben. «Wenn wir es modernisieren, bauen wir sicher nicht aus. Wir werden dann automatisieren und mit weniger Überstunden und weniger Schichtbetrieb versuchen, Kosten zu sparen.» (T. G.)

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