Vereinfachter Datenaustausch

Adcubum ermöglicht ab nächstem Jahr die automatisierte Datenübertragung für Prämienverbilligungen zwischen Kantonen und Krankenversicherungen.

Raphael Stieger
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Prämienverbilligungen werden mit weniger Papier abgewickelt. (Bild: Urs Jaudas)

Prämienverbilligungen werden mit weniger Papier abgewickelt. (Bild: Urs Jaudas)

ST. GALLEN. Ab dem 1. Januar 2014 wird der Datenaustausch für Prämienverbilligungen zwischen Kantonen und Krankenversicherern automatisiert: zumindest für Verwender der Softwarelösung Syrius des führenden Schweizer Standardsoftwareherstellers für Versicherer, Adcubum AG.

Weitere Optimierungen

Bei Syrius handelt es sich um ein modular aufgebautes Bestandsführungssystem für Versicherer. Die Software wird bis Ende Jahr noch weiter getestet. Im aktuellen Pilotbetrieb zwischen dem Kanton Aargau und der Swica müsse noch etwa ein halbes Prozent aller Meldungen manuell nachbearbeitet werden, so Tania Spirig, Marketingleiterin der Adcubum. Dies entspreche einem signifikanten Rückgang um mehrere Prozent. Bis zur Einführung würden die internen Funktionen weiter optimiert und ausgebaut, so Spirig. Optimale und automatisierte Prozesse für die Behebung von Fehlern stünden im Vordergrund.

Kantonale Vereinheitlichung

Die automatisierte Lösung wird in den nächsten drei Monaten an die Kunden des Softwareherstellers ausgeliefert. Dies führt zu einer kantonalen Vereinheitlichung. Der Datenaustausch war bisher kantonal geregelt, doch wurde durch eine Neuregelung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung eine Vereinheitlichung angestrebt. Adcubum löst dies als erster Softwareanbieter über die integrierte Plattform Sedex. Für Versicherer fallen die Administrations- und Verwaltungskosten gering aus.

Klare Aufwandreduktion

Nebst den niedrigen Umstellungskosten können die Versicherer künftig mit einer Aufwandreduktion um 30 bis 40 Prozent rechnen, teilt Adcubum mit. Gegenwärtig wird rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung von Bund und Kantonen durch monatliche Beiträge an die Prämien der Krankenversicherer unterstützt. Die dabei anfallenden Meldungen an die Krankenversicherer und zurück an die Kantone können um rund je eine Million Nachrichten reduziert werden. Wie Tania Spirig sagt, «entfallen sämtliche Fehlerlisten, telefonischen oder schriftlichen Rückfragen», wodurch Zeit eingespart werden könne. Zudem gebe der vorgeschriebene Datenaustausch eine klare Struktur, der die Fehleranfälligkeit reduziere.