Valora plant Kredite für Konsumenten am Kiosk

BERN/GLARUS. Der Umbau des Valora-Konzerns geht weiter. Bald schon könnte der Kioskbetreiber auch ins Geschäft für Konsumkredite einsteigen. Valora verhandelt in diesem Zusammenhang mit der Glarner Kantonalbank (GLKB). Diese soll die Finanzierung bereitstellen.

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BERN/GLARUS. Der Umbau des Valora-Konzerns geht weiter. Bald schon könnte der Kioskbetreiber auch ins Geschäft für Konsumkredite einsteigen. Valora verhandelt in diesem Zusammenhang mit der Glarner Kantonalbank (GLKB). Diese soll die Finanzierung bereitstellen.

Die GLKB teilte gestern mit, dass das Geldinstitut mit der Valora Gespräche führe über eine strategische Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung von Finanzdienstleistungen. Laut Communiqué stehen die Verhandlungen im Zusammenhang mit der von Valora neugegründeten Schweizer Fintech. Dieses Unternehmen fokussiere auf Angebote für Online-Finanzdienstleistungen, unter anderem auch im Kreditgeschäft.

Eine Zeitung – und einen Kredit

Damit bestätigte die GLKB indirekt einen Bericht des Nachrichtenportals Finews.ch. Demnach will Valora ihr landesweites Kiosknetz für Konsumkreditgeschäfte nutzen. Valora bestätigte diese Angaben.

Zusätzlicher Ertragspfeiler

Die Verbindung von physischer und digitaler Verkaufswelt wird von den Konzernverantwortlichen der Valora schon länger als Chance gesehen. Bereits heute bietet der Konzern an seinen Kiosken einige Finanzdienstleistungen wie Geldtransfer und Kartengeschäfte an.

Mit dem Einstieg ins Geschäft mit Privatkrediten könnte sich Valora einen zusätzlichen Ertragspfeiler aufbauen. Denn das Geschäft an den Verkaufsstellen für Zeitungen und Bücher (Press & Books) ist rückläufig. «Der Presseschwund wird weitergehen», prognostizierte Valora-Konzernchef Michael Mueller im vergangenen März anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen der Gruppe. (sda)