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Valora nimmt Ostschweizer Shops an die kurze Leine

Die Mehrheit der Ostschweizer Avec-Shops werden im Franchisesystem betrieben. Damit soll nun Schluss sein: Denn Valora will expandieren.
Kaspar Enz
Valora bietet Franchisepartnern einen Agenturvertrag an. (Bild: Valora)

Valora bietet Franchisepartnern einen Agenturvertrag an. (Bild: Valora)

Sie erfüllen nicht jeden Wunsch, aber etwas zu knabbern, eine Zeitung und das Nötigste für den Znacht findet man in Shops an Bahnhöfen und Tankstellen allemal. Ein wachsender Markt. «Die Menschen werden mobiler, der Bedarf nach Snacks und Einkäufen unterwegs steigt», sagt Christina Wahlstrand, Sprecherin der Valora-Gruppe. Mit den Avec-Läden ist sie eine der Grossen der Branche.

Zwei Drittel der Ostschweizer Läden betroffen

Die meisten der schweizweit über 150 Läden werden aber von selbstständigen Unternehmern geführt. Rund 30 von ihnen, die 54 Läden als Franchisenehmer betreiben, erhalten aber die Kündigung ihres Franchise-Vertrages.

In der Ostschweiz ist das Franchise-System stark verbreitet. Die Kündigung betrifft hier elf der 16 Läden. Das Modell ist ein Überbleibsel. Bis 2009 gehörten die Shops einem Joint Venture von Valora mit der Migros. Nach dessen Auflösung wurden die Läden aufgeteilt.

Weiterhin selbstständig

«Valora bietet den Franchisepartnern einen Agenturvertrag an», sagt Christina Wahlstrand. Als Agenturpartner könnten die Franchisenehmer weiterhin als selbstständige Unternehmer tätig sein, sagt sie. Trotzdem bedeutet ein Agenturvertrag eine engere Bindung an Valora.

Franchisenehmer bestellen nicht nur die Ware. Sie besitzen sie und verkaufen sie auf eigene Rechnung zum selbst gemachten Preis. Die Ware in den Agenturen gehört hingegen Valora, die Preise sind fix. Der Agenturpartner erhält eine Provision auf den Umsatz, von der er auch die Löhne der Mitarbeiter bezahlt. Dafür muss er keine Franchisegebühr an Valora bezahlen. Agenturpartner tragen so ein geringeres Risiko, sagt Wahlstrand.

Welches Modell für den Betreiber besser sei, lasse sich nicht abschliessend sagen, sagt Wahlstrand.

«Die Modelle sind wohl für unterschiedliche Leute unterschiedlich attraktiv.»

Für Valora ist das Agenturmodell zum jetzigen Zeitpunkt besser. So liessen sich einheitliche Preise besser durchsetzen. Und es vereinfacht vieles: Waren können ohne komplizierte Verrechnungen zwischen den Shops verschoben werden. Das werde immer wichtiger, sagt die Valora-Sprecherin. «Wir setzen vermehrt auf frische Produkte, die vor Ort produziert werden», wie Sandwiches oder Salate. Eine Produktionsstätte könne so mehrere Läden beliefern.

90 Kioske sollen 
Shops werden

Schliesslich will Avec expandieren. Rund 90 Kioske der Valora Gruppe sollen im nächsten Jahr zu Avec-Shops umgewandelt werden. Kandidaten sind in erster Linie Kioske an Bahnhöfen. «Darüber hinaus folgen auch neue Standorte an verschiedenen Lagen», sagt Christina Wahlstrand.

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