Vakuumtechnologie
St.Galler Inficon läuft auf hohen Touren

Der Bad Ragazer Technologiekonzern hat sich 2021 mächtig gesteigert. Umsatz, Ergebnis und Marge liegen deutlich über den Werten des Jahres davor.

Thomas Griesser Kym
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Inficon hat von der starken Nachfrage nach Halbleitern profitiert.

Inficon hat von der starken Nachfrage nach Halbleitern profitiert.

Bild: PD

Der Technologiekonzern Inficon mit Hauptsitz in Bad Ragaz rechnet laut vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatz von 515 Millionen Dollar (468 Millionen Franken). Das wären rund 30 Prozent mehr als 2020, als Inficon knapp 400 Millionen Dollar umsetzte.

Für das Betriebsergebnis erwartet Inficon rund 100 Millionen Dollar. Das wären gut 60 Prozent mehr als im Vorjahr, als der operative Gewinn 61,9 Millionen Dollar betrug. Werden die Zahlen bestätigt, ist die operative Marge von 15,6 auf gut 19 Prozent des Umsatzes gestiegen. Die detaillierten Zahlen legt der Konzern am 3. März 2022 vor.

Geräte für Gasanalyse, Messung und Steuerung

Klar ist: 2021 hat Inficon unter anderem davon profitiert, dass die Nachfrage nach Halbleitern enorm ist, es aber an Nachschub mangelt. Hersteller arbeiten deshalb daran, ihre Produktionskapazität nach und nach auszubauen, wofür es auch Erzeugnisse von Inficon braucht.

Inficon ist ein führender Anbieter von Vakuuminstrumenten, Sensortechnologie und Prozesskontrollsoftware für industrielle Vakuumprozesse. Die Analyse-, Mess- und Kontrollprodukte Inficons kommen etwa in der Gaslecksuche der Klima- und Kühlgeräteherstellung und der Autoindustrie zum Einsatz oder in der Fabrikation von Halbleitern und Dünnfilmbeschichtungen für optische Instrumente, Flachbildschirme, Solarzellen usw.

Inficon ist weltweit tätig und beschäftigt laut Website insgesamt 1220 Mitarbeitende. Produktionsstätten stehen in Europa, den USA und China.

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