V-Zug holt einen neuen Chef von der Arbonia

Beim Arboner Bauzulieferer Arbonia wird Claudius Moor neuer Leiter der Türensparte. Sein Vorgänger Peter Spirig wird Chef der V-Zug. Die Haushaltgeräteherstellerin mit Werk im Thurgau wird von der Holdinggesellschaft Metall Zug an die Börse gebracht. 

Thomas Griesser Kym
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Türenproduktion bei der RWD Schlatter in Roggwil.

Türenproduktion bei der RWD Schlatter in Roggwil. 

Bild: Reto Martin

Seit vier Jahren führt Peter Spirig als Mitglied der Arbonia-Konzernleitung die Sparte Türen, zu der neben den ausländischen Firmen Prüm, Garant und Invado auch die RWD Schlatter in Roggwil gehört. Nun naht Spirigs Abschied. Im Herbst wird er Chef der Haushaltgeräteherstellerin V-Zug.

Spirigs Nachfolger als Türenchef und Mitglied der Konzernleitung der Arbonia wird per 1. Juli Claudius Moor. Zusätzlich behält er seine bisherige Aufgabe als Geschäftsführer der deutschen Türenherstellerin Prüm-Garant.

Moor hat reorganisiert und integriert

Claudius Moor.

Claudius Moor.

Bild: PD

Moor, Jahrgang 1983, hat an der Universität St.Gallen studiert und danach bei der Beratungsfirma Boston Consulting Group gearbeitet. 2015 stiess er zur Arbonia und war bis 2017 zuständig für die Konzernstrategie und die Unternehmensentwicklung.

In dieser Funktion war Moor massgeblich beteiligt an der Reorganisation der Arbonia sowie an der Übernahme der Looser-Gruppe mit den Türenfirmen Prüm, Garant und Invado. Seit 2017 ist Moor Mitglied der Arbonia-Türenspartenleitung und Prüm-Garant-Chef.

Metall Zug will V-Zug an die Börse bringen

Peter Spirig.

Peter Spirig.

Bild: PD

Peter Spirig wird bei V-Zug nach seiner Einarbeitung die CEO-Funktion von Heinz M. Buhofer übernehmen, der dieses Amt seit September 2019 interimistisch inne hat. Spirig ist Bauingenieur ETH und war vor seiner Zeit bei der Arbonia seit 2009 beim Küchenausrüster Franke in Asien tätig und davor für den Zementkonzern Holcim aktiv.

V-Zug soll laut den vor einem Jahr publik gemachten Plänen der Muttergesellschaft Metall Zug im Juni 2020 als eigenständiges Unternehmen an die Schweizer Börse gebracht werden. Metall Zug will aber nach der Abspaltung mit 30 Prozent an V-Zug beteiligt bleiben.

V-Zug Kühltechnik vor der Übersiedlung von Arbon nach Sulgen

Zur V-Zug gehört auch die V-Zug Kühltechnik AG in Arbon. Diese stellt am Bodensee Kühlschränke her und wurde vor sieben Jahren von V-Zug übernommen. Verkäuferin der damaligen Forster Kühltechnik AG war die AFG Arbonia-Forster-Holding, die heutige Arbonia.

Mit der Übernahme rettete Metall Zug damals 100 Arbeitsplätze in Arbon. Seither ist die Zahl der Mitarbeitenden auf rund 150 gestiegen. Im Dezember 2018 setzte V-Zug in Sulgen den Spatenstich für einen Neubau. Dieser soll dieses Jahr fertiggestellt werden, anschliessend wird die V-Zug Kühltechnik sukzessive von Arbon nach Sulgen übersiedeln. Laut Metall-Zug-Sprecher Christof Gassner ist geplant, dass die Arbeit am neuen Standort Sulgen gegen Ende 2021 aufgenommen wird.

Höhere Kapazität und Produktivität

Weil die Distanz zu Arbon lediglich 20 Kilometer beträgt, rechnet V-Zug damit, dass praktisch alle Angestellten ihrem Arbeitsplatz folgen werden. Im neuen Werk wird die V-Zug Kühltechnik über eine grössere Produktionskapazität verfügen und produktiver arbeiten können.

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