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V: Datenrevolution treibt VAT an

akuumventile Displays und Halbleiter bleiben gefragt. In der Herstellung braucht es die vakuumbasierte Technologie der Haager VAT Group, die damit stark zulegt.
Martin Sinzig
Auch für die Herstellung von Smartphone-Displays braucht es Vakuumventile der VAT Group. (Bild: Getty)

Auch für die Herstellung von Smartphone-Displays braucht es Vakuumventile der VAT Group. (Bild: Getty)

Martin Sinzig

Die Digitalisierung in allen Lebensbereichen identifizierte der scheidende CEO Heinz Kundert an der gestrigen Medien- und Analystenkonferenz als eine der grossen Wachstumsdimensionen, von der die VAT Group zu profitieren verstehe. Neben den Endverbrauchermärkten sorgten aber auch die Hersteller von Halbleitern, Displays oder Fotovoltaikanlagen, das bedeutender werdende China sowie neue Anwendungen für Vakuumventile für Schwung.

Die gestärkte Position der Technologiefirma lässt sich an höheren Marktanteilen ablesen. Sie stiegen im vergangenen Geschäftsjahr über alle Industrien hinweg von 41 auf 45 Prozent, im Halbleitersegment allein von 57 auf 64 Prozent. Damit sei die VAT Group acht- bis neunmal grösser als die Nummer 2 im Markt, ­erläuterte Kundert.

Rekordhohe Wachstumszahlen belegen das Tempo, das die Rheintaler Technologiefirma im vergangenen Jahr vorgelegt hat. Seit ihrem Börsengang im April 2016 hat die VAT Group sieben fortlaufende Wachstumsquartale hinter sich.

Starke Personalbewegung

Von dieser Expansion war auch die Personalseite stark betroffen. 507 mehr Mitarbeitende wurden per Ende 2017 gezählt. Konkret hatte die Personalabteilung im Jahresverlauf insgesamt 1000 Ein- und Austritte zu bewältigen. Damit verbundene Zusatzkosten und der Produktionsausbau trübten jedoch die Marge nicht, sie konnte vielmehr gehalten werden, wie CFO Andreas Leuten­egger betonte. Bestätigt wurden gestern die mittelfristigen Finanzziele, die ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich sowie eine Ebitda-Marge von 33 Prozent bis 2020 anpeilen. Um den Kapazitätsausbau, vor allem in Malaysia und Rumänien, zu beschleunigen, sind 2018 wiederum Investitionen von etwa sieben Prozent des Nettoumsatzes vorgesehen. In den Folgejahren soll deren Anteil wieder auf circa vier Prozent gesenkt werden.

Das erwartete Umsatzwachstum, die höhere Ebitda-Marge, der niedrigere Finanzierungsaufwand und ein etwas höherer effektiver Steuersatz sollen den Reingewinn und den Gewinn je Aktie (EPS) deutlich verbessern. Der bevorstehenden Generalversammlung wird eine Dividende von vier Franken je Aktie vorgeschlagen.

Die Datenrevolution nutzen

Mit einer um 80 Prozent auf 850

Millionen Franken gesteigerten globalen Produktionskapazität ist VAT ins neue Jahr gestartet. Es soll ein Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent bringen. Der neue CEO Mike Allison zeigte sich grundsätzlich sehr optimistisch. Die Welt stehe am Beginn einer grossen Datenrevolution, die durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz noch verstärkt werde. Damit verbundene Opportunitäten werde die VAT Group zu nutzen wissen, und zwar in praktisch allen Marktsegmenten, von Speicher-Chips bis zu organischen Leuchtdioden für Bildschirme. Neue Technologien, die enge Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden sowie die Kompetenzen der Mitarbeitenden würden zum Wachstum beitragen.

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