Uzwil
100'000 Franken monatlich für Spucktests: Bühler lässt seine Mitarbeitenden auf Covid-19 testen

Um die Belegschaft besser vor einem Coronaausbruch zu schützen, können sich die Mitarbeitenden des Technologiekonzerns Bühler wöchentlich testen lassen. Die Spucktests für die 3000 Mitarbeitenden kosten das Unternehmen monatlich ungefähr 100'000 Franken.

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Der Technologiekonzern Bühler in Uzwil testet seine Belegschaft auf Covid-19 mit Spucktests.

Der Technologiekonzern Bühler in Uzwil testet seine Belegschaft auf Covid-19 mit Spucktests.

Bild: Keystone

(nat) 3000 Mitarbeitende des Technologiekonzerns Bühler in Uzwil können sich seit Anfang Woche mit Spucktests freiwillig auf Covid-19 testen lassen. Bühler hofft, mit den wöchentlichen Tests Personen aufzuspüren, die zwar infiziert sind, aber keine Symptome zeigen. Bei einem positiven Ergebnis müssen die Betroffenen dies durch den Hausarzt mit einem PCR Test bestätigen lassen.

Zwar sind die Spucktests gemäss Bund zu ungenau, doch Personalchef Christof Oswald sagt gegenüber «FM1 Today»: «Es ist nicht relevant, ob der Test 100- oder 80-prozentige Genauigkeit aufweist. Jede Person, die wir erkennen, ist eine weniger.»

Drei-Säulen-Strategie

Wenn alle Mitarbeitenden sich jeden Monat testen lassen, kostet das den Technologiekonzern monatlich ungefähr 100'000 Franken. Zu diesen Kosten sagt Oswald: «Als globales Unternehmen hat die Sicherheit der Bühler-Mitarbeiter höchste Priorität. Der Test ist Teil unserer Drei-Säulen-Strategie: Hygiene- und Verhaltensregeln, Testen und Impfen.»

Die Mitarbeitenden sollen so lange getestet werden, bis sie die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen. Bühler hofft, dass auch andere Unternehmen dieses Vorgehen anwenden und dass die ganze Bevölkerung rasch Zugang zu solchen Spucktests bekommt – dafür sollen Wirtschaft und Kanton gemeinsam sorgen.

«Mit der nötigen Kombination von Hygiene, testen und impfen können wir gemeinsam und wirkungsvoll Corona entgegenwirken.»

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