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USA: Fed-Chef Jerome Powell nimmt Märkten Angst

Die US-Notenbank werde bei ihrer Zinspolitik Geduld zeigen.
Neil Irwin, Journalist der «New York Times», Fed-Chef Jerome Powell und seine Vorgänger, die ehemalige Fed-Vorsteherin Janet Yellen sowie Ben Bernanke während einer Konferenz in Atlanta (v. l.). (Bild: Annie Rice/AP, 4. Januar 2019)

Neil Irwin, Journalist der «New York Times», Fed-Chef Jerome Powell und seine Vorgänger, die ehemalige Fed-Vorsteherin Janet Yellen sowie Ben Bernanke während einer Konferenz in Atlanta (v. l.). (Bild: Annie Rice/AP, 4. Januar 2019)

US-Notenbankchef Jerome Powell hat Flexibilität bei der Zinspolitik signalisiert und damit an den Finanzmärkten Sorgen vor einem zu straffen Kurs gedämpft. Die Zentralbank sei geldpolitisch nicht auf einen Weg festgelegt, sagte der oberste US-Währungshüter am Freitagabend in Atlanta und fügte hinzu: «Wir werden ­geduldig sein und sehen, wie sich die Wirtschaft entwickelt.» Die Notenbank sei stets darauf vorbereitet, ihre geldpolitische Haltung bei Bedarf auch «erheblich» anzupassen. Die US-Industrie hatte jüngst deutlich an Schwung verloren und damit unter Investoren zu Jahresbeginn Sorgen um die Konjunktur geschürt. Powell betonte, die Konjunkturdaten deuteten dennoch darauf hin, dass die Wirtschaft mit Schwung in das neue Jahr gehe.

Die Notenbank sei stets darauf vorbereitet, ihre geldpolitische Haltung bei Bedarf auch «erheblich» anzupassen. Die US-Industrie hatte jüngst deutlich an Schwung verloren und damit unter Investoren zu Jahresbeginn Sorgen um die Konjunktur geschürt. Powell betonte, die Konjunkturdaten deuteten dennoch daraufhin, dass die Wirtschaft mit Schwung in das neue Jahr gehe.

Angesichts der massiven Kritik von US-Präsident Donald Trump am Zins-Kurs der Fed stellte Powell zudem klar, dass die Notenbank ihre Entscheidungen unabhängig von der Politik treffe. Falls er vom Präsidenten zum Rücktritt aufgefordert würde, würde er diesem nicht Folge leisten, betonte Powell. Er habe derzeit kein Treffen mit Trump auf seiner Agenda und unterhalte auch keine direkte Kommunikationslinie zum Weissen Haus.

Börsen reagieren positiv

Angesichts des Booms in den USA haben die Währungshüter den Leitzins sehr zum Leidwesen des auf hohe Wachstumsraten fixierten Präsidenten zuletzt im Dezember auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent erhöht. Es war die vierte Anhebung im Jahr 2018. Zudem hatte sie für 2019 zwei weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Viele Händler setzen jedoch darauf, dass die Notenbank 2019 keine Straffung mehr folgen lässt, um den Aufschwung nicht zu gefährden.

Die US-Börsen reagierten mit steigenden Kursen auf die Signale Powells, bei Zinserhöhungen nichts zu überstürzen. (sda)

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