US-Steuerprogramm beschert Vadian Bank Gewinneinbruch

ST.GALLEN. Der Gewinn der Vadian Bank St.Gallen ist 2013 wegen des US-Steuerprogramms auf 1,7 Millionen Franken (-43,5 Prozent) eingebrochen. Rechtsrisiken und Projektkosten des Steuerprogramms machten Rückstellungen von 1,3 Mio. Franken nötig.

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Trotzdem blickten die Verantwortlichen der Bank am Montag auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, wie sie mitteilten. Klammert man die Rückstellungen wegen des US-Steuerprogramms aus, erzielte die Bank das beste operative Ergebnis ihrer gut 200-jährigen Geschichte.

Der Bruttogewinn lag mit 3 Mio. Franken (-4 Prozent) knapp unter dem Vorjahreswert. Die Ausleihungen an Kunden stiegen auf 380 Mio. Franken (+7 Prozent), die Kundengelder auf 390 Mio. Franken (+5 Prozent). Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 467 Mio. Franken.

Trotz des Wachstums blieb der Personalaufwand mit 2,9 Mio. Franken stabil. Der Sachaufwand reduzierte sich dank rückläufiger Informatik− und Abwicklungskosten um 7 Prozent auf 2,2 Mio. Franken. Die Eigenmittel wurden um 1,1 Mio. Franken gestärkt.

Regulierungswut und Kapitulation vor USA
2013 sei geprägt gewesen von der «unverhältnismässigen Regulierungswut des Gesetzgebers und der politischen Kapitulation der Schweiz vor den USA», schreibt die Bank. Dies habe hohe Kosten verursacht.

Aus dem Gewinn zahlt die Vadian Bank ihrer Alleinaktionärin, der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, eine Dividende von 500'000 Franken und eine Entschädigung für die Haftungsgarantie von 136'000 Franken. Die Haftungsgarantie wurde per Ende 2013 aufgehoben.

Die 1811 gegründete Vadian Bank wurde im Jahr 2006 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Alleinige Eigentümerin ist die Ortsbürgergemeinde St. Gallen. Die Bank beschäftigt 21 Angestellte (Vollzeitstellen). (sda)

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