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US-Präsident Trump springt Qualcomm bei

Übernahmeverbot Unter Verweis auf ein 1950 verabschiedetes Rüstungsgesetz hat Donald Trump eine feindliche Über­nahme des kalifornischen Chip­herstellers Qualcomm durch den ­Rivalen Broadcom aus Singapur ein für alle Mal untersagt. Damit stoppte Trump auf dem Verwaltungsweg eine Transaktion, die die US-Wirtschaft beunruhigte, aber auch die US-Streitkräfte, da Qualcomm ein wichtiger Militärzulieferer ist. Trump sprach von «glaubwürdigen Beweisen», dass eine Übernahme Qualcomms durch Broadcom die «nationale Sicherheit» gefährden würde. Es ist das fünfte Mal, dass ein US-Präsident unter Verweis auf die Sicherheitspolitik den Kauf einer US-Firma durch einen ausländischen Interessenten verbietet.

Pikant: Broadcom-Chef Hock Tan ist ein Alliierter Trumps, und der Konzern hat seine Wurzeln in Amerika. Im November hatte Hock angekündigt, das Hauptquartier bald in die USA zurückzuverlegen. Dort kursieren zwei Theorien, warum Trump Hock nun in den Rücken fiel. Die erste: Man argwöhnte, Broadcom könnte das Forschungsbudget Qualcomms massiv kürzen, was die Entwicklung eines neuen 5G-Mobilfunkstandards gebremst hätte, da Qualcomm hier auf US-Seite federführend ist. Davon wiederum hätte die chinesische Huawei profitiert. Die andere Theorie: Broadcom soll der US-Regierung nicht wahrheitsgemäss Auskunft über angebliche Geschäftsbeziehungen zu ungenannten Dritt­firmen gegeben haben. (rrw)

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