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US-Notenbank schafft gute Laune

Zinserhöhung Jerome «Jay» Powell hat seinen ersten Auftritt als Chef der US-Notenbank Fed gemeistert. Gestern verkündete er eine Zinserhöhung und verbreitete ein leicht rosigeres Bild der amerikanischen Konjunktur als seine Vorgängerin Janet Yellen. Die Börse legte zu. In Nebensätzen deutete Powell an, dass er eine leichte Kurskorrektur der Fed anstrebt. So äusserte er sich zustimmend über die im vergangenen Dezember verabschiedete Steuerreform, die Yellen kalt gelassen hatte. «Dieser fiskale Stimulus ist sinnvoll», sagte Powell, auch wenn es noch viele «Ungewissheiten» gebe. Die Fed entschied deshalb auch, die Projektionen für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr leicht nach oben zu korrigieren. So prognostiziert der Offenmarktausschuss der Fed nun für 2018 ein Plus von bis zu 3 Prozent, nachdem an der vorherigen Sitzung des geldpolitischen Gremiums noch die Rede von 2,6 Prozent gewesen war. Gleichzeitig werde die Arbeitslosenquote auf 3,8 Prozent sinken, immerhin 0,2 Prozentpunkte tiefer als in der Prognose vom vergangenen Dezember. Mit einer Explosion des Preisniveaus sei ferner nicht zu rechnen.

Weitere Zinserhöhungen am Horizont

Beobachter verwiesen umgehend darauf, dieser kurze Boom werde in den Augen der Notenbanker bereits 2019 (Wirtschaftswachstum von 2,2 bis 2,6 Prozent) und 2020 (1,8 bis 2,1 Prozent) abflachen. Aber Powell erweckte doch den Eindruck, dass er der Wirtschaftspolitik der US-Regierung Donald Trumps etwas positiver gegenübersteht. Ein Indiz für diese These: Powell lehnte es ab, den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und wichtigen Handelspartnern wie China oder der EU zu kommentieren.

Powell verkündete gestern eine Erhöhung des Leitzinses um einen Viertelpunkt auf 1,5 Prozent bis 1,75 Prozent. Der Entscheid des Offenmarktausschusses fiel einstimmig. Den Fed-Unterlagen ist zudem zu entnehmen, dass im laufenden Jahr vielleicht mit drei weiteren Zinserhöhungen zu rechnen ist. Hinzu kommen dürften drei Zinserhöhungen nächstes Jahr um jeweils ­einen Viertelpunkt. Treffen diese Prognosen zu, könnten die US-Leitzinsen also bereits 2019 auf über 3 Prozent steigen. Ob er nicht Angst habe, dass dieses stetige Drehen an der Zinsschraube das politische Personal in Washington in Aufregung versetze, wurde Powell gefragt. Seine Antwort: Die Fed nehme gemeinhin nicht auf den Wahlkalender des Parlaments Rücksicht. (rrw)

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