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US-Notenbank bleibt optimistisch

Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins leicht um 0,25 Punkte angehoben. Es handelt sich um die zweite Erhöhung durch die Notenbank in diesem Jahr.
Renzo Ruf, Washington
Fed-Chef Jerome Powell. (Bild: Michael Reynolds/EPA (Washington, 13. Juni 2018))

Fed-Chef Jerome Powell. (Bild: Michael Reynolds/EPA (Washington, 13. Juni 2018))

Am Mittwoch erhöhte der Offenmarktausschuss der Federal Reserve den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,75 Prozent bis 2,0 Prozent. Die acht stimmberechtigten Mitglieder des geldpolitischen Fed-Gremiums fällten ihre Entscheidung einstimmig, wie einer schriftlichen Stellungnahme zu entnehmen ist – die dieses Mal erfrischend knapp ausfiel und auf Floskeln verzichtete.

Während die Zinserhöhung allgemein erwartet worden war, überraschten die Hüter des Dollars die Finanzmärkte mit der Ankündigung, dass im laufenden Jahr zwei weitere Zinserhöhungen anstehen würden. Dieser Schritt sei gerechtfertigt, weil die amerikanische Volkswirtschaft wohl um 2,8 Prozent wachsen und die Arbeitslosenquote bis Ende Jahr auf 3,6 Prozent sinken werde. Selbst die Inflationsrate solle sich in diesem Jahr endlich im Zielband der Federal Reserve bewegen und auf 2,1 Prozent ansteigen. «Die Wirtschaft befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand», sagte Fed-Chef Jerome «Jay» Powell im Anschluss an die Veröffentlichung der schriftlichen Stellungnahme in einer Pressekonferenz – auch dank der Steuersenkungen auf breitem Band, die zu Jahresbeginn in den USA in Kraft traten. Deshalb halte die Notenbank an der Normalisierung der amerikanischen Geldpolitik fest.

Mehr Pressekonferenzen ab 2019

Dies bedeute allerdings nicht, dass die Mitglieder des Offenmarktausschusses den Autopiloten anstellen würden und nicht mehr auf aktuelle wirtschaftspolitische Ereignisse reagierten. Powell gab an der Pressekonferenz zudem bekannt, dass er sich als Fed-Chef ab Anfang 2019 nach jeder Sitzung des Offenmarktausschusses den Fragen der Medien stellen werde.

Bisher hatte die Federal Reserve nach jeder zweiten Sitzung zu einer Pressekonferenz geladen oder umgerechnet viermal pro Jahr. Allerdings handelt es sich bei den öffentlichen Erörterungen der US-Geldpolitik um eine relativ neue Erfindung. Die erste reguläre Pressekonferenz eines Fed-Chefs fand im August 2011 statt und war Teil einer neuen Kommunikationsstrategie des damaligen Währungshüters Ben Bernanke.

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