US-Behörden ermitteln gegen Microsoft

FBI und US-Börsenaufsicht untersuchen Vorwürfe, wonach Partner von Microsoft im Ausland Bestechungsgelder gezahlt haben sollen.

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NEW YORK. Mit Bestechungsgeldern sollen geschäftliche Partner des Softwaregiganten Microsoft versucht haben, Verkäufe von Microsoft-Produkten anzukurbeln. Sowohl die Bundespolizei FBI als auch die Börsenaufsicht SEC überprüfen laut «Wall Street Journal» Vorwürfe eines ehemaligen Mitarbeiters von Microsoft, nach denen in China, Rumänien und Italien Gelder geflossen seien.

Microsoft wiegelt ab

Microsoft selbst gab lediglich an, dass solche Vorwürfe ständig erhoben werden. «Die Dinge, die im <Wall Street Journal> zu lesen waren, sind wichtig», meinte John Frank, stellvertretender Generalanwalt des Unternehmens. «Es ist angemessen, dass sich sowohl die Regierung als auch Microsoft damit auseinandersetzen. Es ist aber auch wichtig, daran zu erinnern, dass sich Vorwürfe, die auf diese Art untersucht werden, meistens als haltlos erweisen.»

Er fügte noch hinzu, dass Microsoft in 112 Ländern vertreten ist, 98 000 Mitarbeiter beschäftigt und dass die Partnerunternehmen 640 000 Angestellte haben. FBI und SEC haben die Vorwürfe weder bestätigt noch dementiert.

Schon früher Vorwürfe

Der Informant hatte bereits vor drei Jahren gesagt, Microsoft habe teure Geschenke an Regierungsmitarbeiter gemacht. Damit sollten diese zum Kauf der Software überredet werden. Microsoft gab an, Firmenanwälte hätten die Vorwürfe geprüft und sie als haltlos erachtet. Ähnliche Vorwürfe hatten bereits im Vorjahr zu einer Untersuchung gegen den Konzern geführt. Teilweise wurde das Verfahren eingestellt. «Wie jede weltweit operierende Firma sind wir solchen Anschuldigungen immer wieder ausgesetzt», sagte Frank. «Bei jeder Frage von Seiten der Regierung kooperieren wir in vollem Umfang.» (jf)

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