Unterwegs zu neuen Ufern

Die Bank CA plant eine Fusion mit der Swissregiobank. Diese würde die Eigenständigkeit stärken, glaubt Verwaltungsratspräsident Niklaus Staerkle. Gestärkt geht die Bank aber bereits aus dem Geschäftsjahr 2010 hervor.

Kaspar Enz
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st. gallen. Seit 1854 sei die Bank CA bereits die Bank der St. Gallerinnen und St. Galler, sagte Verwaltungsratspräsident Niklaus Staerkle gestern vor den Medien. Nun soll der Horizont breiter werden. Im Herbst entscheiden die Generalversammlungen der Bank CA und der Swissregiobank über eine Fusion der beiden Häuser. «In der Ostschweiz soll eine neue, vom Bodensee bis zum Zürichsee tätige Bank entstehen», sagte Staerkle. Die Eigenständigkeit sei durch diesen Zusammenschluss aber nicht gefährdet, glaubt er.

Vielmehr werde die Eigenständigkeit durch diesen Schritt gestärkt.

Erfreuliches Ergebnis

Gestern präsentierte die Bank CA, was sie in die neue Ostschweizer Bank einbringt: «Ausgesprochen erfreulich» sei das Jahresergebnis 2010, sagte Stephan Weigelt, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Den Jahresgewinn konnte die Bank um 2,4 Prozent auf 8,75 Millionen Franken steigern. Noch erfreulicher wird das Ergebnis vor Abschreibungen und Rückstellungen. Um einen Fünftel, von knapp 16 Millionen Franken auf 19,2 Millionen, wuchs der Bruttogewinn.

Die Bank CA profitiert dabei nicht nur davon, dass sie über 40 Prozent ihres Ertrages im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie mit Handel erzielt. Während gerade die Kantonalbanken trotz wachsender Volumen im Zinsgeschäft sinkende Erträge generieren, legte der Ertrag der CA auch hier um 3,2 Prozent zu. Das Wachstum der Ausleihungen um über 10 Prozent spielte dabei eine Rolle.

Doch auch «glückliches Bilanzmanagement» und die hohe Liquidität hätten mitgespielt, sagte Stephan Weigelt. Ausserdem seien die Kosten für Zinsabsicherungen vergleichsweise tief ausgefallen. Die Zunahme der Ausleihungen ist auf der anderen Seite für die etwas tiefere Bilanzsumme mitverantwortlich.

Schumacher tritt zurück

Stephan Schumacher tritt aus gesundheitlichen Gründen per Ende Februar von seinem Amt als Bereichsleiter Kommerz zurück.

Seine Funktion übernimmt sein Stellvertreter René Lichtensteiger, im Hinblick auf die geplante Fusion aber nur interimistisch.

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