UNTERNEHMERTUM
Butter und Schuhe: Drei Ostschweizer Macher sind für den Unternehmerpreis «Entrepreneur Of The Year» nominiert.

Raudenz Egli ist mit seiner Toggenburger Firma Weltmarktführer bei Butteranlagen, Karl Müller und Claudio Minder aus dem Thurgau sind mit Gesundheitsschuhen der Marke Joya gross geworden. Nun sind alle drei im Rennen um einen der Unternehmerpreise 2021 der Beratungsfirma EY.

Thomas Griesser Kym
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Karl Müller (links) und Claudio Minder, Gründer und Chefs von Joya Schuhe in Roggwil.

Karl Müller (links) und Claudio Minder, Gründer und Chefs von Joya Schuhe in Roggwil.

Bild: PD

Die Jury des Unternehmerpreises «Entrepreneur Of The Year» der Beratungsfirma EY hat aus 36 Unternehmerinnen und Unternehmern 12 Finalisten in vier Kategorien für die Ausgabe 2021 erkoren. Darunter finden sich mit Karl Müller und Claudio Minder vom Schuhhersteller Joya aus Roggwil und mit Rudenz Egli vom Bütschwiler Butteranlagenhersteller Egli Process Technology auch zwei Nominationen aus der Ostschweiz.

Rudenz Egli, Chef und Inhaber der Egli Process Technology.

Rudenz Egli, Chef und Inhaber der Egli Process Technology.

Bild: PD

Rudenz Egli ist in der Kategorie «Family Business» nominiert. Mit 26 Jahren hatte er den Betrieb seines Vaters Alfred Egli in vierter Generation übernommen. Seit 1888 hat Egli Process Technology erst Komponenten und dann ganze Anlagen für die Butterherstellung produziert. Heute sei Egli Weltmarktführer bei Butteranlagen, 99 Prozent der Fabrikation gehen vom Toggenburg in den Export. Die Egli-Anlagen produzieren pro Stunde bis zu zehn Tonnen Butter oder Margarine. Rudenz Egli ist 1985 ins Unternehmen eingetreten. Die Jury schreibt:

«Rudenz Egli wird als Finalist geehrt, weil er es als Schweizer Mittelständler geschafft hat, ein Weltmarktführer zu werden.»
Butteranlage der Bütschwiler Egli Process Technology.

Butteranlage der Bütschwiler Egli Process Technology.

Bild: PD

«Aus der orthopädischen Ecke geholt»

In der Kategorie «Dienstleistung & Handel» sind Karl Müller und Claudio Minder, die Chefs von Joya Schuhe in Roggwil, nominiert. Sie haben das Unternehmen 2008 als Hersteller komfortabler Schuhe mit weicher Sohle gegründet, was gesundes Gehen und Stehen ermöglichen soll. Mittlerweile habe Joya in 40 Ländern bei über 1600 Händlern zwei Millionen Paar Schuhe verkauft. Über die Nomination der beiden Unternehmer schreibt die Jury:

«Karl Müller und Claudio Minder werden als Finalisten gekürt, weil sie den Komfortschuh erfolgreich aus der orthopädischen Ecke geholt haben.»

Joya beschäftigt rund 85 Mitarbeitende und betreibt in Südkorea eine eigene Sohlenproduktion. Jüngst hat Karl Müller zusammen mit seinem gleichnamigen Vater und Kybun-Gründer die Berner Schuhmarke Kandahar übernommen.

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