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UNTERNEHMERPREIS: Technologisch einzigartig sein

In der Branche ist sie bekannt als Weltmarktführerin. Die St. Galler HB-Therm AG stellt seit 50 Jahren hochwertige Hightech-Geräte für die Kunststoffspritzguss-Industrie her. Das Unternehmen ist für den Prix SVC Ostschweiz nominiert.
Stefan Borkert
Bei der HB-Therm steht die Qualität der Arbeit im Mittelpunkt der Produktion. (Bilder: Benjamin Manser)

Bei der HB-Therm steht die Qualität der Arbeit im Mittelpunkt der Produktion. (Bilder: Benjamin Manser)

Stefan Borkert

Die Ansprüche sind hoch. HB-Therm-Chef Reto Zürcher versucht etwas, das wie die Quadratur des Kreises klingt. Er will ­viele Geräte verkaufen und die Qualität so hochschrauben, dass die Temperiergeräte lange, sehr lange, sogar lebenslang halten. «Wir verfolgen mit unserer Gerätetechnik das Ziel vom unkaputt­baren und wartungsfreien Temperiergerät», sagt er und erklärt das mit einem wirtschaftlich-technologischen Exkurs.

Zürcher ist vom Fach. 2012 hat er die Geschäftsleitung von Vater Hans Peter Zürcher übernommen. Der wiederum hat die HB-Therm als Management-Buy-out (MBO) von der Firma Grossenbacher übernommen. Reto Zürcher ist studierter Informations- und Elektrotechniker und hat ausserdem ein Studium zum Technologieunternehmer absolviert. Die Entscheidung, ins 50-jährige Familienunternehmen einzusteigen, ist ihm nicht schwer gefallen. «Zielstrebigkeit und Geradlinigkeit prägen sowohl die Entwicklung der Firma als auch meine eigene», sagt er.

Seit 2008 arbeitet er im Unternehmen, das heute mit 130 Mitarbeitern 60 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet und global tätig ist. Zürcher begann in der Technologieentwicklung und war auch im Verkauf tätig. Derzeit ist die HB-Therm auf vier Standorte im Osten der Stadt St. Gallen verteilt. An einem neuen Standort soll dann alles unter einem Dach zusammengezogen werden. Dafür werden gut 50 Millionen Franken Investitionskosten in die Hand genommen. Das Geheimnis des Erfolges ist der technologische Vorsprung. «Wir wollen technologisch einzigartig sein», sagt Zürcher. Und der zweite Faktor ist die ausserordentliche Qualität. Man verwende Materialien und Komponenten, die den Ausfall konsequent verhindern.

Lebenslange Garantie

Das wirkt sich auf den Preis aus. Doch Zürcher ist überzeugt, dass sich dieser zum Beispiel durch die Vermeidung unwirtschaftlicher Produktionsunterbrüche bezahlt mache. Er betont: «HB-Therm unterstreicht das mit einer lebenslangen Garantie auf die Heizung.» Das ist weltweit einmalig. «Bei dieser Kernkomponente handelt es sich um eine Eigenentwicklung, die sich von herkömmlichen Lösungen dadurch unterscheidet, dass die Heizelemente keinen direkten Kontakt zum Wärmeträger aufweisen.» Und er fährt fort, dass das die Standzeiten erheblich verlängere. Hinzu komme, dass man 2017 die Frage nach der Pumpengrösse für Temperiergeräte mit einer Drehzahlregelung beantwortet habe. Das ermögliche individuelle Anpassungen. HB-Therm reagiere auch auf neue Einsatzgebiete für Kunststoffe sowie neue Materialien, die spezielle Anforderungen erfüllen müssten. Zürcher sagt: «Wir wollen den Vorgaben der Kunden punktgenau gerecht werden.»

Forschung, Entwicklung, Innovation und Kreativität sowie exklusives Know-how seien auch in Zukunft wichtig. Es gelte die Energieeffizienz zu steigern. Und das, wo doch die Entwicklung etwa bei wasserbasierten Geräten immer mehr in Richtung ­höhere Temperaturen gehe. Abschliessend sagt Zürcher: «Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber ganz klar bei den Menschen, die für HB-Therm täglich ihr Bestes geben. Da das gesamte Entwicklungs- und Produktions-Know-how zentral gebündelt ist, erreichen wir hier in St. Gallen mit hoch automatisierten Produktionsmaschinen Herstellkosten, mit denen Lieferanten aus dem Ausland nicht mithalten können.»

Industrie 4.0 ist schon Realität

Zugleich ist die Industrie 4.0 längst bei der HB-Therm angekommen. «Künftig werden Maschinen, Anlagen oder Sensoren weltweit über das Internet mit­einander kommunizieren und ­Informationen zu Produkten und Produktion umfassend austauschen. Unsere Geräte sind dazu bereits jetzt in der Lage», sagt Zürcher. Die Nominierung für Prix SVC Ostschweiz sei für ihn und die Mitarbeiter ein echter Motivationsschub und auch eine Gelegenheit, das Unternehmen breiter bekannt zu machen.

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