Ungeliebte Produkteveredler

Die Lebensmittelindustrie verwendet Hunderte von synthetischen Zusatzstoffen, um Produkte haltbarer oder aromatischer zu machen. Bei den Konsumenten aber haben diese Stoffe einen schlechten Ruf – eine Herausforderung für Produzenten.

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Nicht nur im Fleisch: In vielen Lebensmitteln sind synthetische Zusatzstoffe enthalten. (Bild: fotolia)

Nicht nur im Fleisch: In vielen Lebensmitteln sind synthetische Zusatzstoffe enthalten. (Bild: fotolia)

Ohne Zusatzstoffe geht es nicht. Das ist die verbreitete Meinung der Lebensmittelindustrie. Sie arbeitet mit solchen Stoffen, um Lebensmittel haltbarer zu machen, ihnen eine appetitanregende Farbe zu geben. Die Gesetzgebung lässt Hunderte solcher Stoffe zu, sie schreibt aber vor, dass sie bei vorverpackten Waren in der Zutatenliste aufgeführt sein müssen.

Zusatzstoffe sind keine Erfindung der heutigen Lebensmittelindustrie. Schon unsere Grossmütter fügten etwa Zitronensaft in den Pudding, womit sie verhinderten, dass sich das Dessert zu schnell braun verfärbt. Trotzdem stehen viele Konsumenten den Zusatzstoffen skeptisch gegenüber. «Wegen möglicher Unverträglichkeitsreaktionen sind sie negativ behaftet», sagt Denise Stader von Coop. Die Skepsis ist für die Produzenten und Anbieter eine Herausforderung. «Es gilt der Grundsatz <So viel wie nötig, so wenig wie möglich>», sagt Monika Weibel von der Migros. (red.)

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