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«Umsatz in China vervierfachen»

Die DGS Druckguss Systeme St. Gallen hat eine 10 000 Quadratmeter grosse Werkhalle in der chinesischen Provinz Guangzhou eingeweiht. Damit könne die DGS ihren Kunden in China dieselbe Qualität liefern wie in Europa, sagt CEO Andreas Müller.
Kaspar Enz
Das neue Werk in Nansha wurde feierlich eingeweiht. (Bild: pd)

Das neue Werk in Nansha wurde feierlich eingeweiht. (Bild: pd)

Herr Müller, Sie haben gerade das neue Werk der DGS in Nansha eingeweiht. Warum erst jetzt?

Andreas Müller: Tatsächlich steht es schon seit Januar. Im Frühling wechselte aber der Geschäftsführer des Werks, und wir beschlossen, die offizielle Einweihung erst nach Installation einiger neuer Anlagen für neue Produkte durchzuführen. Nun haben wir eine neue Druckgussmaschine für Strukturteile dort installiert. Das nahmen wir jetzt zum Anlass für die offizielle Einweihung.

Ein feierlicher Akt?

Müller: Es waren rund 60 Gäste da, von den lokalen Behörden, von der Schweizer Botschaft, aber auch von unseren Kunden. Es kamen sogar auch hochrangige Vertreter von befreundeten Giessereien.

Das neue Werk hat eine Fläche von 10 000 Quadratmetern und beschäftigt 150 Mitarbeitende. Ziemlich gross für ein Werk, das nur fünf Prozent des Umsatzes beiträgt.

Müller: Das Werk soll auch noch wachsen. Wir haben ja schon seit 2007 einen Standort in Nansha. Den haben wir in die neue Halle verlegt, die mehr Platz bietet – und Wachstumspotenzial. Die DGS erzielt dort jetzt rund elf Millionen Franken Umsatz im Jahr. Dank dem neuen Werk können wir das auf bis zu 40 Millionen vervierfachen. Es dürfte in den nächsten Jahren schon einen Viertel des gesamten Umsatzes der DGS erreichen.

Kann die DGS im neuen Werk mehr machen als vorher?

Müller: Die Wertschöpfungstiefe ist im neuen Werk höher. Vorher hatten wir dort nur gegossene Bauteile. Die neuen Strukturbauteile erfordern, dass wir weitere Bearbeitungsschritte wie die Wärmebehandlung selber machen. Auch sonst ist technisch mehr möglich. So können wir spezialisierte Legierungen verwenden und haben einen eigenen Werkzeugbau.

Die DGS ist mit ihren Kunden, vor allem deutschen Automobilherstellern, nach China gefolgt. Sind das immer noch die wichtigsten Kunden der DGS in China?

Müller: Unser chinesisches Werk hatte bisher fast nur europäischstämmige Kunden. Allerdings funktionieren die chinesischen Joint Ventures von Unternehmen wie Volkswagen oder Daimler schon ziemlich chinesisch. Ihnen liefern wir in China die gleichen Teile, wie wir das in Europa auch tun. Das ist im Moment unser Fokus. Wir haben aber schon das Ziel, in Zukunft auch chinesische Kunden zu gewinnen.

Mit dem neuen Werk will die DGS in China Strukturteile in gleicher Qualität liefern wie in Europa. Ist das überhaupt möglich?

Müller: Ja, das geht. Das setzt aber voraus, dass wir auch im chinesischen Werk die Produktion stark automatisieren – auch wenn die Arbeiter dort viel tiefere Löhne hätten. So können wir die Prozesssicherheit und Qualität auch in Nansha gewährleisten.

Andreas Müller CEO, DGS Druckguss Systeme St. Gallen (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Andreas Müller CEO, DGS Druckguss Systeme St. Gallen (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

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