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Kommentar

Umbau bei der Suva: Mit Weiterbildung in die Zukunft investieren

Mit ihrem langfristig angelegten Stellenabbau beweist die Suva, dass sie die Digitalisierung ernst nimmt. Sie muss nun in Weiterbildung investieren.
Maurizio Minetti
Maurizio Minetti.

Maurizio Minetti.

Digitalisierung frisst Jobs: Wie ein Mantra wiederholen Experten seit Jahren, dass dank Software, künstlicher Intelligenz, Blockchain und Datenanalyse viele Arbeitsschritte effizienter erledigt werden können – mit weniger Arbeitskräften. Die gleichen Experten sagen aber auch, dass die digitale Revolution neue Rollen schafft, die es früher nicht gab. Das Problem ist: Wer heute Excel-Tabellen abfüllt, ist morgen noch lange kein Software-Programmierer. Es scheint also so, dass diejenigen, die nicht mehr gebraucht werden, nicht unbedingt die gleichen sind, die benötigt werden. Es sei denn, der Arbeitgeber investiert stark in Weiterbildung.

Bei der Unfallversicherung Suva scheint dies der Fall zu sein. Sie streicht wegen der Digitalisierung über einen Zeitraum von sieben Jahren 170 Vollzeitstellen. Gleichzeitig will die Versicherung nach eigenen Angaben die Arbeits- und Marktfähigkeit ihrer Mitarbeitenden mit verschiedenen internen und externen Weiterbildungen fördern. Vom grössten Schweizer Unfallversicherer im Besitz der öffentlichen Hand darf dies auch erwartet werden. Denn die Suva hat hier auch wegen ihrer tragenden Rolle im Zusammenspiel mit den Unternehmen eine Vorbildfunktion. Kaum eine andere Institution in der Schweiz erlebt die Veränderung in der Arbeitswelt so hautnah wie sie. Wenn die Suva sich nicht um die eigenen Angestellten kümmert – wer dann?

Die Suva steht mit dieser Herausforderung nicht alleine da, im Gegenteil. Die Langfristigkeit der Massnahme des Unfallversicherers spricht dafür, dass die Suva die Veränderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, nicht auf die leichte Schulter nimmt. Mit der richtigen Weiterbildung kann nämlich aus einer KV-Abgängerin durchaus eine Software-Programmiererin werden.

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