UHREN: Fehlende Touristen dämpfen Swatch-Verkäufe

Weniger Reisende, vorab aus Russland und China, liessen 2016 den Swatch-Umsatz schrumpfen.

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Unter dem Strich resultierte für Swatch 593 Mio. Fr. Gewinn, knapp halb so viel wie im Jahr 2015. Der Umsatz brach im vergangenen Jahr um fast 11% auf 7,6 Mrd. Fr. ein, wie Swatch mitteilte. Die Verkäufe von Uhren und Schmuck wurden belastet durch deutlich tiefere Touristenzahlen in Europa. Der Konzern spricht zudem von weltweiten Turbulenzen in einem wirtschaftlich sehr anspruchsvollen Umfeld.

Der Umsatzeinbruch bei Swatch ist damit noch stärker ausgefallen als der Rückgang der Schweizer Uhrenexporte. Diese sanken 2016 um knapp 10%. Vor allem aus China reisten weniger Touristen ein wegen neuer Einreisebestimmungen. Zudem führten Sanktionen gegen Russland zu einer Reduktion von Besuchern aus dieser Region. Positiv für die Geschäfte war hingegen der Brexit-Entscheid. In Grossbritannien konnte ein zweistelliges Umsatzwachstum in Lokalwährungen realisiert werden.

Swatch reagierte auf die sich früh ankündigenden Einbussen zwar nicht mit Entlassungen. Der Personalbestand reduzierte sich 2016 dennoch um rund 600 Personen auf noch 35700 Mitarbeitende via normale Fluktuation. Den Gürtel etwas enger schnallen müssen die Aktionäre. Die Dividenden sollen für Inhaberaktien auf 6.75 (i.V. 7.50) Fr. und für die Namenaktie auf 1.35 (1.50) Fr. gekürzt werden. (sda)