Überraschender Wechsel an der Spitze von Adecco

ZÜRICH. Beim weltgrössten Personalvermittler Adecco kommt es überraschend zum Wechsel an der Firmenspitze. Der Konzernchef und der Finanzchef gehen – der eine, weil er offenbar im Alter von 58 nochmals etwas Neues anfangen will, der andere, weil er nicht befördert wurde.

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ZÜRICH. Beim weltgrössten Personalvermittler Adecco kommt es überraschend zum Wechsel an der Firmenspitze. Der Konzernchef und der Finanzchef gehen – der eine, weil er offenbar im Alter von 58 nochmals etwas Neues anfangen will, der andere, weil er nicht befördert wurde.

Differenzen mit dem Verwaltungsrat oder Uneinigkeiten über die Strategie gebe es nicht, betonten die Adecco-Manager. Es sei seine Entscheidung gewesen, das Unternehmen zu verlassen, sagte der Konzernchef Patrick De Maeseneire an einer Telefonkonferenz mit Journalisten. «Man sieht es nicht, aber ich bin fast 58jährig», erklärte er.

Er habe noch berufliche Pläne, die er umsetzen möchte. Im Leben müsse man manchmal eine Tür schliessen, damit eine andere aufgehe. Konkreter wurde er nicht.

In einem Interview mit der deutschen Zeitung «Die Welt» sagte De Maeseneire vor rund zweieinhalb Jahren, Weinkeltern und Bierbrauen könnten seine eigenen Geschäftsfelder werden. Arbeit sei seine Leidenschaft, sagt er. Auch in der Telefonkonferenz betonte er, er wolle weiterhin beruflich aktiv bleiben.

De Maeseneire führte Adecco in den vergangenen sechs Jahren. Zuvor leitete er den Schokoladenkonzern Barry Callebaut. Bei beiden Konzernen war die Kaffeefamilie Jacobs stark involviert. Bei Adecco hat sie sich inzwischen aber zurückgezogen. Mit dem Rückzug der Jacobs habe sein Abgang rein gar nichts zu tun, stellte De Maeseneire klar. Er aber bleibe noch bis im August. Ab dann wird Alain Dehaze Adecco führen, wie De Maeseneire ein Belgier. (sda)

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