UBS dementiert Netzwerk für Steuerflüchtige

ZÜRICH. Die Grossbank UBS soll laut einer Whistleblowerin in Lateinamerika über ein Netz von rund 30 Vermittlern verfügen, die Steuerpflichtigen bei der Steuerhinterziehung helfen.

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ZÜRICH. Die Grossbank UBS soll laut einer Whistleblowerin in Lateinamerika über ein Netz von rund 30 Vermittlern verfügen, die Steuerpflichtigen bei der Steuerhinterziehung helfen. Das erklärte die ehemalige Mitarbeiterin von UBS Frankreich, Stéphanie Gibaud, im Rahmen der Ermittlungen gegen die britische Grossbank HSBC, wie die staatliche argentinische Nachrichtenagentur Telam schreibt. Die UBS hat die Anschuldigungen diese Woche kategorisch zurückgewiesen. Laut den Aussagen der ehemaligen UBS-Angestellten an einer Anhörung durch argentinische Parlamentarier soll das Vermittlernetzwerk den UBS-Kunden sowie Offshore-Gesellschaften helfen, dem argentinischen Staat beträchtliche Summen zu entziehen.

Es gebe ein Handbuch mit Vorgehensweisen, um Kunden mit Vermögen von 15 Mio. bis 20 Mio. $ anzulocken und ihnen bei der Steuerhinterziehung zu helfen, sagte Gibaud aus. Die Schweizer Grossbank verfüge in Argentinien über keine eigene Niederlassung. Allerdings gebe es bei der UBS in Genf ein «argentinisches Büro».

Die UBS bezeichnete die Angaben Gibauds in einer Stellungnahme als «schlichtweg falsch». Man sollte ihnen auch deshalb keinen Glauben schenken, weil sie von einer früheren Angestellten von UBS Frankreich gemacht wurden, die nie in irgendwelche Geschäftstätigkeiten ausserhalb Frankreichs involviert gewesen sei. (sda)

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