Tyco Electronics strebt voran

Das Steinacher Werk der global tätigen Tyco Electronics ist zu einem der leistungsfähigsten des Konzerns aufgestiegen. Zudem wird der Aufschwung bei den Kunden im Automobilbau spürbar.

Thorsten Fischer
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Kunststoff-Spritzerei von Tyco Electronics in Steinach: Hier sind 71 Anlagen im Einsatz. Die Stanzerei verfügt nochmals über 48 Maschinen. (Bild: pd)

Kunststoff-Spritzerei von Tyco Electronics in Steinach: Hier sind 71 Anlagen im Einsatz. Die Stanzerei verfügt nochmals über 48 Maschinen. (Bild: pd)

Steinach. Elektronik wird in modernen Autos immer wichtiger. Die Wahrscheinlichkeit, dass in den Fahrzeugen auch Teile aus der Ostschweiz eingebaut sind, ist gross. So produziert der international tätige Konzern Tyco Electronics in Steinach Komponenten für die Autoindustrie. Das Werk, das vor über zwei Jahrzehnten seinen Betrieb aufnahm, verarbeitet einerseits Kunststoffgranulat zu Steckgehäusen. Ausserdem entstehen aus hochwertigen Metallbändern elektronische Kontakte.

Gegen 400 Mitarbeitende

Aktuell werden am Ostschweizer Standort 375 Mitarbeitende beschäftigt, wie Marcel Weibel und Diego Righetti von der Tyco-Electronics-Geschäftsleitung vor Ort sagen. Die Anforderungen an die elektronischen Bauteile fürs Auto sind hoch – entsprechend gefordert sind auch die Mitarbeitenden. Dass diese Aufgabe mit grosser Präzision wahrgenommen wird, zeigt eine konzerninterne Auszeichnung. Steinach ist vor kurzem als erstes Werk im Tyco-Automobilsegment mit drei Sternen honoriert worden.

Nimmt man alle Geschäftsfelder dazu – Telekommunikation, Energiemärkte und Sonderprodukte – befindet sich bisher nur eine weitere von weltweit 97 Konzernfabriken auf dem Leistungsniveau von Steinach.

In die Bewertung eingeflossen sind Beurteilungen von Kunden, aber auch die Genauigkeit bei der Fertigung und pünktliche Auslieferung. Abnehmer der in Steinach hergestellten Komponenten (Zündstecker, Sensorkontakte usw.

) ist vorab die europäische Automobilindustrie. Mit ihr wird bereits in der Entwicklung der Einzelteile zusammengearbeitet. Nachdem die Wirtschaftskrise in früheren Monaten auch die Automobilbranche gedrückt hatte, spürt Tyco Electronics nun wieder den Aufschwung bei ihren Abnehmern. Der Standort sei sehr gut ausgelastet, sagt Weibel.

Fachwissen sicherstellen

Den Nachwuchs an Fachkräften fördert Tyco Electronics auch im eigenen Hause. Derzeit werden in Steinach 32 Lehrlinge, darunter Polymechaniker und Kunststofftechnologen, ausgebildet. Bauteile produziert Tyco Electronics noch an weiteren Orten in der Schweiz. Allerdings für Kunden in anderen Branchen wie Telekommunikation oder Energiewesen. Die Standorte befinden sich im aargauischen Wohlen, im zürcherischen Au und Bioggio im Tessin. Steinach ist aber mit Abstand das grösste der vier Schweizer Werke.

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