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Kommentar

Trump sitzt am längeren Hebel als Stadler

Abwarten und Tee trinken. Viel mehr bleibt Stadler in Sachen Iran momentan nicht zu tun. Donald Trumps Sanktionen gegen die Islamische Republik torpedieren das Vorhaben, einen Grossauftrag der Teheraner U-Bahn an Land zu ziehen.
Thomas Griesser Kym
Stadler fügt sich dem Willen des US-Präsidenten - mit gutem Grund. (Bild: Michel Canonica)

Stadler fügt sich dem Willen des US-Präsidenten - mit gutem Grund. (Bild: Michel Canonica)

Zwar war der Auftrag noch nicht ausgeschrieben geschweige denn vergeben. Aber Stadler hat sich, schenkt man den Worten des Unternehmens Glauben, in aussichtsreicher Position befunden.

Nun findet sich Stadler als Spielball politischer Interessen der Grossmacht USA wieder. Dass der Zugbauer nach deren Pfeife tanzt, ist zwar unschön, aber strategisch wohl die einzige Wahl. Verstösse gegen die US-Sanktionen könnten gewichtige Nachteile für Stadler in Amerika nach sich ziehen, einem relativ neuen, aber bereits sehr wichtigen Markt für Peter Spuhlers Firma. Dabei halten die Amerikaner auch den Trumpf in der Hand, dass bei Bahnaufträgen oft Bundesgelder fliessen. Es wäre für Washington ein Leichtes, Stadler von diesem Fluss abzustöpseln – und damit von künftigen Ausschreibungen.

Die Schweizer Banken können ein Lied singen vom Muskelspiel der Amerikaner. Im Steuerstreit mit Uncle Sam mussten die Geldhäuser Milliarden an Bussen bezahlen, obwohl sie sich nach Schweizer Recht nicht strafbar gemacht hatten und die meisten nicht in den USA tätig waren. Einzelne Banken sind am Streit gar zerbrochen.

Thomas Griesser Kym

Thomas Griesser Kym

Immerhin: Anders als in den USA, hat Stadler im Iran noch nicht in Standorte investiert. Verloren ist also nichts. Und dank der breiten Produkt­epalette und geografischen Diversifizierung wird Stadler weiterhin gute Geschäfte in zahlreichen anderen Märkten machen.

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