Toyota ruft Millionen Autos in die Werkstätten

TOKIO. Vier Jahre nach einer spektakulären Pannenserie ruft der japanische Autobauer Toyota erneut massenhaft Autos in die Werkstätten. Weltweit sind 6,58 Mio. Autos betroffen, davon 18 000 in der Schweiz. Hierzulande sind pro Jahr im Schnitt etwa 70 000 Fahrzeuge von Rückrufen betroffen.

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TOKIO. Vier Jahre nach einer spektakulären Pannenserie ruft der japanische Autobauer Toyota erneut massenhaft Autos in die Werkstätten. Weltweit sind 6,58 Mio. Autos betroffen, davon 18 000 in der Schweiz. Hierzulande sind pro Jahr im Schnitt etwa 70 000 Fahrzeuge von Rückrufen betroffen.

Bei den Modellen Yaris und Urban Cruiser, die zwischen Januar 2005 und August 2010 gebaut wurden, könnte es Probleme geben an den Sitzschienen oder einem Befestigungspunkt der Lenksäule. Bei den Modellen RAV4, Land Cruiser und Hilux, gebaut zwischen Juni 2004 und Dezember 2010, sei ein Bruch im Fahrzeugkabelbaum möglich. Unfälle habe es aber in diesem Zusammenhang keine gegeben.

Toyota hat sich gerade erst erholt

Die Halter von Fahrzeugen der genannten Modelle würden angeschrieben und gebeten, den Toyota-Händler zu kontaktieren. Die Bauteile würden geprüft und falls nötig kostenlos ausgetauscht. Dies dauere je nach Modell zwischen einer halben und maximal vier Stunden.

Der Rückruf erfolgt just zu einer Zeit, da sich Toyota gerade von den Folgen eines millionenfachen Rückrufs erholt hat, der vor vier Jahren den Ruf des Autobauers angeschlagen hatte. Die Behörden auf dem US-Markt hatten Toyota damals vorgeworfen, Rückrufe wegen rutschender Fussmatten und klemmender Gaspedale verzögert zu haben. Vor wenigen Tagen zahlte Toyota in den USA im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Mrd. $, um ein Strafverfahren abzuwenden.

Skandal bei General Motors

Im Zentrum eines Skandals steht derzeit General Motors (GM). Der US-Konzern hatte mit dem Rückruf von 2,6 Mio. Autos gewartet, obwohl Probleme mit Zündschlössern seit zehn Jahren bekannt waren. Der Defekt hat zu Unfällen mit mindestens 13 Toten geführt. Weil GM nicht alle Fragen zum Fall fristgerecht beantwortet hat, verhängten die Behörden für jeden Tag Verspätung 7000 $ Strafe. (dpa/rtr)

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