Topmanagement

Der Rheintaler Druckerhersteller swissQprint verstärkt seine Führung mit drei Frauen

An der Spitze der Geschäftsleitung kommt es zu einer Rochade, und das Führungsgremium wird auf sieben Köpfe erweitert.

Thomas Griesser Kym
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Die neu formierte Geschäftsleitung der swissQprint (von links): Manuela Meier, Roland Fetting, Carmen Eicher, Hansjörg Untersander, Kilian Hintermann, Tabitha Huber und Reto Eicher.

Die neu formierte Geschäftsleitung der swissQprint (von links): Manuela Meier, Roland Fetting, Carmen Eicher, Hansjörg Untersander, Kilian Hintermann, Tabitha Huber und Reto Eicher.

Bild: PD

«swissQprint ist im Aufbruch.» Das sagen die drei Firmengründer des Unternehmens, das weltweit 170 Mitarbeitende beschäftigt, davon 110 am Hauptsitz in Kriessern. Hier entwickelt und produziert die Firma seit ihrer Gründung im Jahr 2007 ihre hochwertigen UV-Inkjetdrucker. Diese dienen der professionellen Beschriftung und Bebilderung unterschiedlichster Oberflächen.

Nun ist die Geschäftsleitung reorganisiert worden. Zum einen hat per 1. Januar 2021 Kilian Hintermann die Rolle des CEO übernommen. Er löst in dieser Rolle einen der Firmengründer ab, Reto Eicher, der neu als technischer Leiter fungiert.

Zum anderen hat die swissQprint AG ihre Geschäftsleitung um drei Köpfe erweitert, alles Frauen. Es sind dies Finanzchefin Manuela Meier, Personalchefin Tabitha Huber sowie Marketing- und Verkaufschefin Carmen Eicher.

Der neue CEO kennt das Unternehmen wie seine Westentasche

Als «Mann der ersten Stunde» – Kilian Hintermann ist seit Beginn dabei – habe dieser massgeblich zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen, das mit Zuversicht ins neue Jahr starte. In der Vergangenheit war Hintermann Produktmanager und seit Anfang 2020 Leiter des neu geschaffenen Print Solutions Centers der swissQprint.

Somit kennt Hintermann laut Mitteilung die Produkte von der Pike auf, und er habe ein umfassendes Marktverständnis. «Wir wollen weiterhin Innovationstreiber im Digitaldruck sein und dem Markt praxisorientierte und wettbewerbsfähige Lösungen bieten», sagt Hintermann.

Reto Eicher will wieder näher ans Produkt

Der bisherige CEO Reto Eicher hat laut den Angaben die Firmenleitung abgegeben, um sich als technischer Leiter fortan wieder direkt in die Produktentwicklung einbringen zu können.

Auch die beiden anderen Mitgründer Hansjörg Untersander (Softwareentwicklung) und Roland Fetting (Elektronikentwicklung) bleiben in der nunmehr siebenköpfigen Geschäftsleitung. Untersander, der 65 wird, scheidet allerdings bald aus, wie Reto Eicher sagt.

«Eine Bereicherung für das Führungsgremium»

Dass die drei Frauen in die Geschäftsleitung aufsteigen, begründet Eicher einmal mit dem starken Wachstum des Unternehmens. Begonnen hatte man vor 13 Jahren mit fünf Leuten, beim Umzug nach Kriessern vor sechs Jahren waren es 50, und heute sind es weltweit 170. Als Folge habe man nun die Führungsstruktur verbreitert. Zum anderen sagt Eicher, die drei Frauen hätten sich in ihren Positionen bewährt. Und:

«Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, gleich drei Frauen in die Geschäftsleitung zu berufen. Sie sind eine Bereicherung für das Führungsgremium, bringen andere Sichtweisen ein und machen die Diskussionen lebendiger. »

swissQprint vertreibt ihre digitalen Flachbett- und Rollendrucker über fünf Tochterfirmen in Europa und Übersee sowie rund 30 unabhängige Partner rund um den Globus. Diese Firmen und Partner sind auch für den Service besorgt. Der Jahresumsatz beträgt rund 50 Millionen Franken.

November 2016: Jurypräsident Karl Stadler (mit Krawatte) gratuliert anlässlich der Übergabe des «Preises der Rheintaler Wirtschaft 2017» den drei swissQprint-Gründern Hansjörg Untersander, Roland Fetting und Reto Eicher (von links).

November 2016: Jurypräsident Karl Stadler (mit Krawatte) gratuliert anlässlich der Übergabe des «Preises der Rheintaler Wirtschaft 2017» den drei swissQprint-Gründern Hansjörg Untersander, Roland Fetting und Reto Eicher (von links).

Bild: Max Tinner

Kundenkartei mit illustren Namen

Vor gut vier Jahren war das Unternehmen mit dem «Preis der Rheintaler Wirtschaft» für das Jahr 2017 ausgezeichnet worden. Damals sagte Reto Eicher über das Festhalten am Standort im Rheintal, hier finde swissQprint alles, was sie brauche: Feinmechanik, Elektronik, Software – und hochqualifizierte Arbeitskräfte, etwa Ingenieure, welche das NTB in Buchs absolviert haben.

Zu den Kunden, die das Unternehmen als Referenz auf seiner Website nennt, zählen Airbus, Bosch, Siemens, das Fotounternehmen Cewe, der Spielehersteller Ravensburger oder diverse Druckunternehmen.